• FRAGEN AN DEN SPIELTAG von Benjamin Apitius: FRAGEN AN DEN SPIELTAG von Benjamin Apitius

FRAGEN AN DEN SPIELTAG von Benjamin Apitius : FRAGEN AN DEN SPIELTAG von Benjamin Apitius

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Kann Josep Guardiola nun übers Wasser laufen oder nicht? Josep Guardiola ist kein Super-Super-Trainer! Wie bitte was? Dieser Satz stammt zwar aus dem Munde des neuen Bayern-Trainers selbst, klingt aber so, als würde ein Elefant behaupten: Ich habe keinen Rüssel! Das ganze Universum, zumindest aber die ganze Welt, zumindest aber ganz Europa, zumindest aber ganz Deutschland hatte doch den Trainergott höchstpersönlich herabsteigen sehen und wartet nun schon die ganze Sommerpause auf sein erstes Wunder. Was wird ihnen Josep Guardiola also zum Auftakt gegen Borussia Mönchengladbach bescheren? Tiki Taka? Klar doch. Einen neuen Messi? Bestimmt auch. Aber was mehr? Vielleicht ist Guardiola ja raffiniert genug, seine Mannschaft zum Saisonstart verlieren zu lassen. 0:1 gegen Gladbach – welch wahrhaft genialer Schachzug eines Trainergottes, der doch einfach nur ein ganz normaler Coach (Bild) sein will.

Wer hat Angst vor der neuen Saison? Christian Streich. Der Trainer des SC Freiburg fürchtet sich dabei aber nicht vor der Dunkelheit im Tabellenkeller. Sondern vielmehr vor der nimmermüden Strahlkraft des Fußballs und seiner fortschreitenden Kommerzialisierung. „Vielleicht kommen bald Spielunterbrechungen wegen Werbeminuten oder Kameras in den hintersten Kabinenwinkeln. Das Spiel ist davon enorm bedroht.“ Dieses Zitat wurde Ihnen präsentiert von dem Fußballmagazin „Kicker“.

Welcher Klub hat die angenehmsten Saisonziele? Ganz klar: Hannover 96. Auf die meist gestellte Frage in der Vorbereitungszeit sagte Hannovers Präsident Martin Kind wenig bescheiden: „Platz drei bis sechs!“ Um in der „Wolfsburger Allgemeinen“ umgehend, aber bestimmt nachzuschieben: „Ist aber auch kein Problem, wenn schlechter.“

War früher wirklich alles besser? Zumindest billiger. Für einen Paul Breitner, damals bereits Welt- und Europameister, Europapokalsieger der Landesmeister, Deutscher Meister, DFB-Pokalsieger und und und, überwies Eintracht Braunschweig 1977 an Real Madrid 1,6 Millionen DM. Bis zum heutigen Tage die höchste Summe, die der Bundesliga-Aufsteiger je in einen Spieler investierte. Doch in der heißen Transferphase dieses Sommers, in der Spieler erstmals für dreistellige Millionensummen gehandelt werden, könnte Breitner schon bald zum zweithöchsten Transfer der Klubgeschichte absteigen. Denn selbst einen norwegischen Pokalsieger und Vizemeister, namentlich Lars Christopher Vilsvik, mit dem die Eintracht kurz vor der Einigung steht, gibt es zur Zeit nicht unter einer Million Euro.

Was macht eigentlich Felix Magath? Die gute Nachricht für die Spieler des VfL Wolfsburg: Auch nach ihrer Sommerpause hieß ihr Trainer Dieter Hecking. Und nicht: Felix Magath. Ihr ehemaliger Trainer kehrte kein drittes Mal zurück an den MIttellandkanal und scheuchte die Spieler durch die Vorbereitung. Felix Magath reist stattdessen zu Skat-Turnieren (seine Lieblingssportart neben Fußball), zu Tennis-Turnieren (seine Lieblingssportart neben Fußball) und spielt Schach (seine Lieblingssportart neben Fußball). Zwischendrin fand Magath genügend Zeit, alles bei Facebook (seine Lieblingsbeschäftigung neben seinen Lieblingssportarten) zu hinterlassen.

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