Fragen an den Spieltag : Was macht Tomasz Hajto?

Wer freut sich auf einen ruhigen Nachmittag? Wer muss sich sorgen? Und sonst? Unsere Fragen an den achten Spieltag der Bundesliga.

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Fünf Gelbe Karten in vier Spielen: Das schaffte nur Tomasz Hajto.
Fünf Gelbe Karten in vier Spielen: Das schaffte nur Tomasz Hajto.Foto: Imago

Wer freut sich auf einen ruhigen Nachmittag?

Als die Freiburger im Mai zuletzt in der Münchner Arena vorspielen mussten, war das für ihren Geschmack ein bisschen zu viel Aufregung. In der Pause trällerte Anastacia ihre Liedchen. Inklusive Auf- und Abbauarbeiten dauerte die Showeinlage ein bisschen länger als geplant, was die Konzentration der Freiburger auf das Spiel erheblich beeinträchtigte. Am Samstag steht den Gästen aus dem Breisgau ein vergleichsweise ruhiger Nachmittag bevor. „Wir brauchen jedenfalls keine Angst zu haben, dass wir von der Presse belästigt werden“, sagt Trainer Christian Streich. Die Presse wird vor allem Jupp Heynckes belästigen, der erstmals nach vier Jahren wieder auf der Trainerbank der Bayern Platz nehmen wird. Gut möglich also, dass die Freiburger ein bisschen warten müssen, bis das Spiel angepfiffen wird – weil sämtliche Fotografen erst noch ein Bild von Jupp Heynckes auf der Trainerbank brauchen.

Was macht Tomasz Hajto?

Hat sich eine Zweitidentität als Grieche zugelegt – und an diesem Wochenende frei. Der Pole (früher Duisburg und Schalke) war der einzige Spieler, der es geschafft hat, in vier Spielen fünf Gelbe Karten zu kassieren. Hajto heißt jetzt Kyriakos Papadopoulos, ist Innenverteidiger beim HSV – und offensichtlich altersmilde geworden. Papadopoulos ist der erste Spieler, der in dieser Saison wegen einer Gelbsperre fehlt. Fünf Gelbe Karten nach sieben Spielen – Tomasz Hajto hätte sich geschämt.

Wer muss sich sorgen?

Für den 1. FC Köln geht es am achten Spieltag schon um alles. Vielleicht ist der Abstieg am Freitagabend bereits besiegelt – der FC tritt dann bei seinem Lieblingsgegner VfB Stuttgart an. In Stuttgart haben die Kölner seit 21 Jahren nicht mehr verloren. Selbst wenn sie in aussichtsloser Lage waren: Für den VfB hat es noch immer gereicht. Als die Stuttgarter im September 1996 zuletzt im eigenen Stadion gegen den FC gewannen, erzielte Thomas Schneider das erste von vier Toren für den VfB, Thorsten Legat (s.u.) stand ebenfalls in der Startelf. Besser könnte es für die Kölner also gar nicht laufen, als in dieser kritischen Situation in Stuttgart ranzudürfen. Wobei: Wenn sie selbst beim VfB verlieren …

Und sonst?

Sollte Thorsten Legat Trainer beim TSV Marl- Hüls werden. Angeblich weigerten sich die Spieler, unter ihm zu trainieren, woraufhin der Klub die Mannschaft aus der Oberliga abmelden musste. So war es jedenfalls zu lesen. Leider war die Geschichte zu schön, um wahr zu sein. Mit Legat hatte das alles nichts zu tun. Sondern nur mit dem lieben Geld, auf das die Spieler verzichten sollten.

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