• Franke läuft bei der achten City-Nacht des SCC auf dem Kurfürstendamm gegen große Konkurrenz

Sport : Franke läuft bei der achten City-Nacht des SCC auf dem Kurfürstendamm gegen große Konkurrenz

Jörg Wenig

Stéphane Franke wird am Sonnabend abend auf dem Kurfürstendamm mehr Konkurrenz haben, als ihm lieb ist. Als Lokalmatador startet der Berliner vom SCC dann bei der achten Auflage der City-Nacht. Es ist das erste ernsthafte Rennen des 35-Jährigen nach seinem Ermüdungsbruch im Schienbein, den er sich im Frühjahr zugezogen hatte. Noch vor einem Jahr wäre Stéphane Franke bei dem 10-km-Wettbewerb im Spaziergang zum Sieg gelaufen, doch nun sind die Vorzeichen andere. Die City-Nacht wird sowohl spitzen- als auch breitensportlich eine ganz andere Qualität haben. Dank eines neuen Sponsors war der veranstaltende SCC in der Lage, eine Reihe von Spitzenläufern zu verpflichten. Und die Teilnehmerzahl wird sich voraussichtlich nahezu verdoppeln. Rund 3000 Läufer und 2000 Skater erwarten die Organisatoren um Horst Milde, die noch bis kurz vor dem Start Nachmeldungen entgegennehmen. Während die Skater um 20.30 Uhr starten, folgen die Läufer eine Stunde später. Wem die 10-km-Pendelstrecke auf dem Kurfürstendamm mit Start und Ziel am Europa-Center zu lang ist, für den wird ein 5-km-Rennen angeboten.

Franke wird wohl in ähnlicher Form sein müssen wie im April, um am Sonnabend eine Chance auf die 1000-Mark-Siegprämie zu haben. Damals stellte er in den USA einen Europarekord über die allerdings nur selten gelaufene 25 000-m-Distanz auf. Mit Carsten Eich trifft Franke auf den besten deutschen Straßenläufer. 1993 lief der Leipziger mit 27:47 und 60:34 Minuten jeweils nationale Bestzeiten über 10 km und im Halbmarathon. Und mit Elijah Lagat haben die beiden Deutschen hochkarätige Konkurrenz aus Kenia. Lagat gewann vor zwei Jahren den Berlin-Marathon in der damaligen Jahresweltbestzeit von 2:07:41 Stunden. Der fünf Jahre alte Streckenrekord der City-Nacht von Jens Karraß (SCC/28:58), der ebenfalls am Start ist, dürfte kaum noch länger Bestand haben. Schwieriger wird es für die Frauen, die Kursbestzeit von 32:48 Minuten zu brechen. Hier gehören die beiden Marathonläuferinnen Sonja Oberem (Leverkusen) und Claudia Dreher (Riesa) sowie Petra Wassiluk (Darmstadt) zu den Favoritinnen.

Mit der Aufwertung der City-Nacht ist der SCC dabei, in Berlin eine Veranstaltungslücke zu schließen. Während es mit dem Halbmarathon, den 25 km sowie dem Marathon in der Stadt über die langen Distanzen hochklassige Wettbewerbe gibt, fehlte bislang ein internationales Rennen über eine kürzere Strecke. Sollte die Veranstaltung am Sonnabend abend den Erfolg haben, der sich für den SCC abzeichnet, dann dürfte die Berliner City-Nacht schon im nächsten Jahr das größte und höchstklassige deutsche Rennen über 10 Kilometer sein.

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