Frankfurt - Cottbus : Mit Handicap gewonnen

Eintracht Frankfurt schlägt Energie Cottbus trotz vieler Verletzter 2:1.

Jürgen Heide[Frankfurt am Main]
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Augen zu und durch. Frankfurts Korkmaz (u.) lernt Cottbus’ Vasiljevic kennen.Foto:ddp

Frankfurt am Main - Als sich am Freitagabend die Rückenbeschwerden von Martin Fenin als Rippenbruch herausstellten, war dies ein Schock für Eintracht Frankfurt. Nach dem Ausfall des Leistungsträgers stand Trainer Friedhelm Funkel nur noch ein Stürmer zur Verfügung: der gerade von seinem Zehenbruch genesene Nikos Liberopoulos. Trotz dieses Handicaps und sieben weiteren Verletzten reichte es für die Hessen vor 44 800 Zuschauern gegen den Tabellenvorletzten Energie Cottbus zu einem 2:1 (1:1)-Sieg. Während die Cottbuser der Zweiten Liga entgegen taumeln, dürften die Frankfurter nach dem ersten Heimsieg seit vier Monaten mit dem Abstiegskampf nichts mehr zu tun haben. Auch wenn Funkel glaubt, „dass wir keinen Grund haben, uns zu entspannen“.

Nur zehn Minuten nach Spielbeginn gab es den nächsten Schock für die Eintracht, als Schiedsrichter Peter Gagelmann nach einem Trikotzupfer von Benjamin Köhler an Emil Jula auf Strafstoß entschied. Dimitar Rangelow ließ sich die Chance nicht entgehen. Als fünf Minuten später Dusan Vasiljevic nach einer Hereingabe von Köhler den Ball an die Hand bekam, pfiff Gagelmann erneut Strafstoß, wobei die Entscheidung ebenfalls äußerst zweifelhaft war. Liberopoulos gelang somit der Ausgleich.

In der ansehnlichen Partie waren die Gäste zunächst torgefährlicher, während die verunsicherte Eintracht nur schwer ins Spiel fand und Pech hatte, dass Alexander Meier knapp über das Tor schoss. Dahingegen traf Markus Steinhöfer, dessen Freistoß sich kurz nach Wiederanpfiff aus 40 Metern zum 2:1 ins Cottbuser Tornetz senkte. „Da muss ich raus“, sagte der ansonsten starke Energie-Keeper Gerhard Tremmel selbstkritisch. „Was wir hier geboten haben, war definitiv zu wenig.“ Jürgen Heide

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