Frankfurt - Dortmund : Gegen den BVB ist Amanatidis die Hauptperson

Erst machte er einen Fehler, dann machte er ihn wieder gut. Der Frankfurter Stürmer Amanatidis trug entscheidend zum Ergebnis im Spiel seiner Mannschaft gegen Borussia Dortmund bei. Ein Sieg sprang für die Hessen dabei allerdings nicht heraus.

Frank Hellmann

Frankfurt am Main - Selten hat Ioannis Amanatidis wohl solch ein Wechselbad der Gefühle erlebt wie in der gestrigen Partie zwischen Eintracht Frankfurt und Borussia Dortmund, die zwar 1:1 (0:0) endete, aber gerade für den abgesetzten Frankfurter Kapitän reichlich Emotionen beinhaltete. Denn erst verschuldete der 27-Jährige das 0:1 von Mohamed Zidan, als dem Stürmer in der eigenen Hälfte der Ball versprang. Wie auf Bestellung machte dann Amanatidis den Fehler selbst wieder wett: Nach schlechter Abwehr von Neven Subotic gelang dem Griechen mit einem platzierten Linksschuss das hochverdiente 1:1. Eine Viertelstunde vor dem Ende hatte Amanatidis sogar noch den Siegtreffer auf dem linken Fuß, setzte den Ball aber ans Außennetz.

Schon in der ersten Halbzeit herrschte bei den Frankfurter Zuschauern helle Aufregung, als eben der langmähnige Angreifer den Ball gekonnt an Roman Weidenfeller vorbei ins Tor lupfte, beim Caio-Zuspiel zuvor aber im Abseits gestanden haben soll – eine krasse Fehlentscheidung des schwachen Schiedsrichtergespanns um Florian Meyer. Ein gellendes Pfeifkonzert der 51 050 Zuschauer in der vollbesetzten Frankfurter Arena folgte.

Beide Kontrahenten lieferten sich eine umkämpfte Auseinandersetzung auf durchschnittlichem Niveau. Bei den Gastgebern war vom vollmundig von Trainer Michael Skibbe versprochenen Direktspiel mit ständigem Pressing nur in Ansätzen etwas zu sehen. Kollege Jürgen Klopp wiederum hatte den Seinen offensichtlich eine eher abwartende Marschroute verordnet, jedenfalls kamen die Gäste zunächst nur zu einer klaren Chance, die Aleksandar Vasoski mit einem schweren Abspielfehler begünstigte: Doch Zidan, gefährlichster Borusse, scheiterte frei an Oka Nikolov. Besser machte es der vielkritisierte Ägypter, als er beim 0:1 sowohl Durchsetzungsvermögen als auch Abschlussstärke bewies. Eine Eigenschaft, die dem 27-Jährigen oft genug schon abgesprochen wurde. Doch in Jürgen Klopp hat Zidan einen Freund und Förderer – und deshalb saß der für viel Geld verpflichtet Lukas Barrios gestern sogar 78 Minuten nur auf der Bank.

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