Frankfurt - Hoffenheim 0:4 : Eine Tracht Prügel

"Alles, alles geht vorbei", singen die Frankfurter Fans. Nach sieben Spielen ohne Niederlage verliert die Eintracht wieder und zwar deutlich: 0:4 gegen Hoffenheim.

Aus dem Tritt geraten: Frankfurts Tzavellas (l.) geht zu Boden, während Hoffenheims Mlapa (M.) vorbeizieht.
Aus dem Tritt geraten: Frankfurts Tzavellas (l.) geht zu Boden, während Hoffenheims Mlapa (M.) vorbeizieht.Foto: dapd

Böses Erwachen für Eintracht Frankfurt: Die zuvor in sieben Spielen ungeschlagenen Hessen kassierten am Samstag in der Fußball-Bundesliga eine 0:4 (0:1)-Niederlage gegen 1899 Hoffenheim. Dabei meldete sich der zuletzt verschmähte und formschwache Stürmer Vedad Ibisevic mit einem Doppelschlag in der 69. und 70. Minute zurück. Zudem trafen vor 44.300 Zuschauern in der Commerzbank-Arena Flügelflitzer Boris Vukcevic (31.) und der eingewechselte Peniel Mlapa (90.).

Die Eintracht konnte damit auch im fünften Anlauf nicht gegen den Emporkömmling aus Nordbaden gewinnen. Hoffenheim jubelte nach dem ersten Erfolgserlebnis auf fremdem Platz nach fünf vergeblichen Anläufen und überholte mit 21 Punkten die Frankfurter. Dabei musste das 1899-Team ohne die verletzten Stammspieler Tom Starke, Chinedu Obasi und Josip Simunic antreten, zeigte sich aber als die reifere und cleverere Mannschaft.

Trainer Ralf Rangnick gab zudem U 21-Nationalspieler Mlapa eine Atempause, ließ ihn fast eine Stunde draußen und setzte auf Ex-Torjäger Ibisevic als Sturmpartner von Demba Ba. Sein Kollege Michael Skibbe vertraute der zuletzt so erfolgreichen Elf, in der erneut Kapitän Chris (Entzündung im Rücken) fehlte.

Beide Mannschaften hielten sich gar nicht erst mit Mittelfeldgeplänkel auf und setzten von Anfang an auf Offensive. So hätte der führende Bundesliga-Torjäger Theofanis Gekas sein Konto bereits nach sechs Minuten von elf auf 13 Treffer aufstocken können. Der Eintracht-Angreifer stand nach nicht einmal 120 Sekunden völlig frei vor 1899-Keeper Daniel Haas, brachte aber den Ball nicht unter Kontrolle. Kurz darauf schoss er nach einem feinen Zuspiel von Pirmin Schwegler den Ex-Frankfurter Haas an.

Die Gäste brachten dann aber die Eintracht durch ihr konsequentes Forechecking immer wieder in Not und ließen den Hausherren wenig Platz. Vukcevic hatte nach zehn Minuten freie Bahn, doch der Ball kullerte am rechten Pfosten vorbei. Zudem beschäftigte Sejad Salihovic mit einem gefährlichen Freistoß (18.) Schlussmann Oka Nikolov. Nach einem Eckball von Sebastian Rudy setzte sich Vukcevic erneut durch und köpfte mit seinem ersten Saisontor zum 1:0 für die Hoffenheimer ein. Ibisevic hätte nur eine Minute später um ein Haar die Führung ausgebaut, scheiterte aber erst mit dem Kopf und dann mit dem Fuß aus kurzer Entfernung an Nikolov.

Nach der Pause wurde die ohnehin nicklige Partie noch hektischer. Vehement forderten die Frankfurter in der 56. Minute einen Elfmeter, als der bis dato völlig unauffällige Ba den Ball im Strafraum nach einem Schuss von Halil Altintop mit der Hand abwehrte. Doch Schiedsrichter Markus Wingenbach ließ sich nicht darauf ein. In bester Torjägermanier war dann Ibisevic zweimal zur Stelle. Mit seinem dritten und vierten Saisontreffer sorgte der Bosnier für große Ernüchterung im Eintracht-Lager. „Alles, alles geht vorbei, doch wir sind euch treu“, sangen die Frankfurter Fans angesichts der zu Ende gegangenen Serie. (dpa)

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