Frankfurt - Nürnberg 0:0 : Trapp hält die Null fest

Trapp sei Dank: Eintracht Frankfurts Torwart Kevin Trapp rettet das torlose Unentschieden des Bundesligavierten gegen den 1. FC Nürnberg.

Der Nürnberger Thomas Pekhart (l.) zieht ab, doch Frankfurts Torwart Kevin Trapp (2. v. l.) ist zur Stelle.
Der Nürnberger Thomas Pekhart (l.) zieht ab, doch Frankfurts Torwart Kevin Trapp (2. v. l.) ist zur Stelle.

Eintracht Frankfurt ist auf dem Weg Richtung internationales Geschäft ein wenig ins Stolpern geraten. Gegen den 1. FC Nürnberg kam der Tabellenvierte der Fußball-Bundesliga nicht über ein 0:0 hinaus. Vor 45.400 Zuschauern musste sich die Eintracht sogar bei ihrem Torwart Kevin Trapp bedanken, dass sie dieses Spiel nicht auch noch verlor. Der 22-Jährige machte gleich drei Nürnberger Großchancen zunichte.

Zwei gute Nachrichten gab es aus Frankfurter Sicht aber dennoch an diesem Tag. Zum einen blieb es zumindest vor und während des Spiels zweier Vereine mit stark rivalisierenden Fangruppen ruhig im Stadion. Und zum anderen konnte Eintracht-Verteidiger Carlos Zambrano trotz einer wenige Stunden vor Anpfiff beendeten Länderspiel-Odyssee doch noch von Beginn an mitspielen.

Der 23-Jährige landete erst am Samstagmorgen nach einem Nachtflug aus Südamerika in Frankfurt und wurde direkt vom Flughafen zur Mannschaft gebracht. Zambrano war nach einem Länderspiel mit Peru zusammen mit seinen Teamkollegen Claudio Pizarro (Bayern München) und Jefferson Farfan (Schalke 04) in Venezuela festgehalten worden, weil die drei Fußballer nach Meinung der Sicherheitsbeamten zu spät für ihren Weiterflug in Caracas angekommen waren. Gegen Nürnberg führte sich Zambrano gleich mit einem harten Einsteigen gegen Hanno Balitsch ein, doch genau dieser Einsatz und diese Aggressivität ging seiner Mannschaft in der Folgezeit ab. Im Gegensatz zur großen Mehrzahl ihrer Heimspiele in dieser Saison spielte die Eintracht ohne Tempo und Ideen, die bessere von nur zwei Chancen in der ersten Halbzeit vergab Torjäger Alexander Meier bezeichnenderweise mit einem Freistoß aus 17 Metern.

Deutlich gefährlicher ging es vor dem Frankfurter Tor zu. Da musste Trapp binnen zwölf Minuten gegen Mike Frantz und Tomas Pekhart retten. Frantz und Pekhart waren jeweils völlig frei vor dem Frankfurter Torwart aufgetaucht.

Die Nürnberger spielten genauso, wie es Eintracht-Trainer Armin Veh vorhergesagt und befürchtet hatte: Sie verengten sehr geschickt die Räume auf dem Spielfeld und trauten sich häufig nach vorn. In der zweiten Halbzeit stellten sich die Frankfurter darauf ein wenig besser ein, sie erzeugten nun mehr Druck. Doch immer wieder machten sich die Gastgeber durch einen schlampigen finalen Pass einige brauchbare Ansätze selbst wieder kaputt. Der starke Trapp zeigte am Ende sogar noch eine kleine Schwäche, als er einen Schuss von Muhammed Ildiz abprallen ließ. Beim Nachschuss von Sebastian Polter war er aber wieder zur Stelle. (dpa)

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