Frankfurt - Schalke 1:2 : Sieger des Mittelmaßes

Der FC Schalke 04 gewinnt in einem biederen Spiel glücklich 2:1 in Frankfurt. Für Schalke war es der erste Auswärtssieg der Rückrunde.

Jörg Strohschein[Frankfurt am Main]
Eintracht Frankfurt - FC Schalke 04
Torschütze mit Gefolge. Heiko Westermann (l.) jubelt nach seinem Siegtreffer mit Marcelo Bordon.Foto: dpa

Frankfurt am Main - Der FC Schalke 04 darf wieder Hoffnung im Kampf um die internationalen Plätze schöpfen. Die Mannschaft von Trainer Fred Rutten siegte gestern glücklich mit 2:1 bei Eintracht Frankfurt und schaffte damit den ersten Auswärtssieg in der Rückrunde.

Josef Schnusenberg zeigte sich erleichtert und dachte bereits an die kommende Saison. „Das Erreichen der Champions League wird schwierig, aber das Leichte kann ja jeder“, sagte der Schalker Präsident. Fred Rutten gab sich da deutlich bescheidener: „Wir wollten drei Punkte holen, das ist uns gelungen. Wie das passiert ist, ist uns völlig egal.“

Wenige Minuten zuvor hatten sich die Ereignisse überschlagen. Kurz nach dem Ausgleich für Eintracht Frankreich durch Michael Fink sorgte Heiko Westermann sechs Minuten vor Schluss im Gegenzug für den Auswärtserfolg der Westfalen. Dabei kamen die Schalker in den Minuten zuvor kaum einmal über den Status eines Spielverwalters hinaus. Dass ihnen durch Rafinha in der ersten Hälfte dennoch die Führung gelang, war eher der Unaufmerksamkeit der Frankfurter Abwehr zuzuschreiben. „Das ist eine bittere Niederlage, weil beide Gegentreffer vermeidbar waren“, sagte Frankfurts Trainer Friedhelm Funkel. „Die Schalker haben sich über 90 Minuten so gut wie keine Tormöglichkeit herausgespielt.“

Dieses biedere Verhalten der Gäste sollte aber ausreichen, weil die Frankfurter sich zwar mühten, sie spielerisch aber sehr wenige Überraschungen zu bieten hatten und nur zweimal in der ersten Hälfte zu Möglichkeiten kamen.

Bis auf wenige Höhepunkte war es eine Partie, die den Positionen beider Mannschaften in der Bundesligatabelle entspricht: Es war schlicht graues Mittelmaß. Die Frankfurter Bemühungen endeten auch in der zweiten Hälfte meist mit ungenauen Pässen. Als Michael Fink dann doch noch für die Eintracht traf, schien das gerechte Ergebnis festzustehen. Aber Heiko Westermann verdarb den Frankfurtern schließlich das Wochenende. Jörg Strohschein

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