Sport : Frankfurt steht gegen Turbine unter Druck

Spitzenspiel in der Bundesliga der Frauen

Rübergedribbelt. Fatmire Bajramaj trifft erstmals mit Frankfurt auf ihre ehemaligen Mitspielerinnen aus Potsdam. Foto: dapd
Rübergedribbelt. Fatmire Bajramaj trifft erstmals mit Frankfurt auf ihre ehemaligen Mitspielerinnen aus Potsdam. Foto: dapdFoto: dapd

Berlin - In einer Liga mit vielen mittelmäßigen Mannschaften und wenigen Spitzenteams kann jede Niederlage schon eine Vorentscheidung im Kampf um die Meisterschaft bringen. Dem Spitzenspiel der Frauenfußball-Bundesliga kommt somit eine besondere Bedeutung zu: Wenn Turbine Potsdam am heutigen Sonntag beim 1. FFC Frankfurt antritt (14 Uhr, live im RBB und im hr-Fernsehen), könnte ein Sieg für die Potsdamerinnen bereits einen großen Schritt in Richtung Titelverteidigung bedeuten. Turbine ist noch ungeschlagen, die Frankfurterinnen haben sich am vergangenen Wochenende einen 0:1-Ausrutscher beim SC Freiburg erlaubt. „Wir haben uns in eine Situation gebracht, in der wir jetzt nicht verlieren dürfen“, sagt FFC-Trainer Sven Kahlert. Sollte die Potsdamer Mannschaft von Trainer Bernd Schröder beim großen Rivalen gewinnen, hätte der Meister in der Tabelle bereits sechs Punkte Vorsprung. In der vergangenen Saison erlaubte sich Turbine in 22 Saisonspielen nur zwei Niederlagen und ein Remis – Frankfurt steht also unter enormen Druck.

Allerdings musste Schröder mit seinem Spielerinnen noch am Donnerstagabend in der Champions League bei Glasgow City antreten, die Reisestrapazen dürften Turbine aber mehr gefordert haben als der 7:0-Sieg, der nach dem 10:0-Erfolg im Hinspiel ohnehin nahezu bedeutungslos war. Schröder schonte viele Stammspielerinnen, aus Schottland reiste die Mannschaft nach Köln, nach einem Kurztrainingslager ging es direkt weiter nach Frankfurt.

Die Frankfurter Nationalspielerin Fatmire Bajramaj tritt erstmals gegen ihren alten Klub Turbine an, den sie im Sommer nicht ohne eine gewisse Verstimmung bei Bernd Schröder verlassen hatte. In Stürmerin Genoveva Anonma hat der Potsdamer Trainer allerdings einen mehr als guten Ersatz für Bajramaj gefunden. Die WM-Teilnehmerin aus Äquatorial-Guinea hat in acht Spielen schon 14 Tore erzielt und führt die Torschützenliste klar an, Bajramaj liegt mit fünf Treffern auf dem vierten Platz.Tsp

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