Sport : Frankfurt sucht das Glück

Leverkusen gewinnt 2:1 und ist alleiniger Tabellenführer

Hartmut Scherzer

Frankfurt (Main). Glücklich läuft die junge Saison für die Eintracht bisher nun wirklich nicht. Erst die traditionellen Scharmützel in der Vorstandsetage, und nun auch noch die zweite Saisonniederlage – die nicht hätte sein müssen. Nico Frommers Führungstor kurz vor dem Halbzeitpfiff war verdient, reichte aber nicht. Eintracht Frankfurt verlor nach dem 1:3 beim Meister FC Bayern auch die Heimpremiere gegen Bayer Leverkusen mit 1:2 – höchst unglücklich.

Der Schuss Bernd Schneiders zum 1:1 (51.) vor 22 500 Zuschauern auf der ausverkauften Großbaustelle Waldstadion wurde von Alexander Schur noch abgefälscht. Das 1:2 (84.) resultierte aus einem Eigentor von Geri Cipi. Im Fallen hatte der Albaner einen Querpass Berbatows in den Torraum ins eigene Netz gelenkt. Der Rettungsversuch kam einen halben Schritt zu spät. Erst knapp hinter der Linie schlug Kreuz den Ball aus dem Tor. Somit blieb Bayer Tabellenführer.

Die Freude des Leverkusener Trainers Augenthaler hielt sich allerdings in Grenzen. „Ich freue mich über die drei Punkte. Das ist aber auch das einzige“, grummelte der Niederbayer. Die schwache Vorstellung seiner Mannschaft vor allem in der ersten Halbzeit („Da waren wir überhaupt nicht auf dem Platz“) veranlasste Augenthaler bei der Ursachenforschung zu der sarkastischen Bemerkung: „Entweder mögen wir keine Sonntagsspiele oder keine Baustellen.“ Mit ihrer Laufbereitschaft und ihrem Willen seien die Frankfurter „in allen Belangen überlegen“ gewesen. Du-Ri Cha und Frommer hatten je zwei hochkarätige Chancen, ehe der vom SSV Reutlingen gekommene Mittelstürmer nach einem Pass von Cha im dritten Versuch Erfolg hatte. Mühelos gewann Frommer das Laufduell gegen Lucio, der die Situation offenbar nicht ernst genommen hatte, und ließ mit einem Schuss aus vollem Lauf Torwart Butt keine Chance. Augenthaler wollte nicht verraten, was er seinen Männern in der Halbzeitpause vorgehalten hatte. „Lieber nicht.“

Frankfurts Willi Reimann schaute verständlicherweise genauso trist drein wie der freudlose Kollege. „Wir haben uns im Vergleich zum Spiel gegen die Bayern gesteigert“, seufzte der Eintracht-Trainer. „Aber wenn man so überlegen spielt wie in der ersten Halbzeit, muss man auch die Punkte einfahren.“

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