Sport : Frankfurt verliert in Israel, Freiburg rettet 0:0 über die Zeit

Berlin - Die sportliche Krise hat Eintracht Frankfurt nun auch in der Europa League erfasst. Nach einer anfangs peinlichen und am Ende immerhin kämpferischen Vorstellung verlor der Fußball-Bundesligist mit 2:4 (0:3) beim Israelischen Meister Maccabi Tel Aviv. Der SC Freiburg hingegen warte zwar weiterhin auf den ersten Sieg in der Europa League, rettete aber mit viel Glück ein 0:0 bei GD Estoril über die Zeit. Die letzten Minuten musste Freiburg zu neunt überstehen, nachdem Nicolas Höfler und Karim Guedé innerhalb von nur einer Minute Gelb-Rot gesehen hatten. Am Ende bejubelte das Team von Trainer Christian Streich das torlose Remis, das ihnen noch die Chancen aufs Weiterkommen lässt.

Frankfurt lag schon nach 35 Minuten fast aussichtslos zurück. Durch Tore von Eran Zahavi und Barak Itzhaki (zwei) führten die Israelis 3:0. „Wir standen in der ersten Halbzeit neben den Schuhen“, sagte Trainer Armin Veh. „Mit einer solchen Einstellung brauchen wir in der Bundesliga gar nicht anzutreten.“ Immerhin habe sein Team in der zweiten Halbzeit ein anderes Gesicht gezeigt. Unter dem Strich sorgte die Niederlage aber nicht nur dafür, dass Frankfurt die vorzeitige Qualifikation für die K.-o.-Runde verpasste. Sie war drei Tage vor dem Bundesliga-Derby bei Mainz 05 auch ein weiterer Schlag für das angeknackste Selbstvertrauen.

In der Bundesliga ist die Eintracht schon seit sechs Partien sieglos. Genau aus diesem Grund entschloss sich Veh dazu, in großem Stil zu rotieren und mit Blick auf das Spiel in Mainz mehrere Leistungsträger zu schonen. Das Ergebnis war lange niederschmetternd: Die Eintracht fand überhaupt nicht ins Spiel. Ein zielstrebiges, dominantes Angriffsspiel war nicht zu sehen. Und in der Defensive führte der lethargische und unkonzentrierte Auftritt zu teils grotesken Patzern.

Erst nach einer guten Stunde zeigte die Eintracht eine Reaktion: Srdjan Lakic verkürzte nach einer Flanke von Stephan Schröck auf 1:3. Nur zwei Minuten später spielte Nikola Mitrovic den Ball im eigenen Strafraum mit der Hand. Alex Meier verwandelte den fälligen Elfmeter. Die Eintracht warf nun alles nach vorn. Zwingende Torchancen kamen dabei aber nicht mehr heraus. Stattdessen erhöhte Zahavi mit einem unberechtigten Handelfmeter in der Schlussminute sogar noch auf 4:2.Tsp/dpa

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