Sport : Frankfurter Basketballer erstmals Meister

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Frankfurt (Main) Der Trainer erhielt eine Bier-Dusche, die Spieler ließen die Sektkorken knallen und die Fans standen auf ihren Sitzen: Durch ein 84:78 (37:27) im letzten Play-off-Finale gegen GHP Bamberg haben die Skyliners Frankfurt zum ersten Mal die deutsche Meisterschaft im Basketball gewonnen.

Die Hessen setzten sich in der Serie „Best of five“ mit 3:2-Siegen durch und feierten den größten Erfolg in ihrer noch jungen Vereinsgeschichte. Erst vor fünf Jahren war das Team von Coach Gordon Herbert mit der Lizenz der Rhöndorf Dragons in die Bundesliga gekommen. Nun dürfen die Frankfurter im kommenden Jahr erstmals in der finanziell lukrativen Europaliga starten. Alba Berlin wird dagegen im Uleb-Cup antreten müssen.

„Für mich ist ein Traum in Erfüllung gegangen. Ich freue mich für den gesamten Verein“, sagte Herbert, der in den nächsten Tagen Gespräche über eine Vertragsverlängerung führen will. Sein Kollege Dirk Bauermann war dagegen enttäuscht. „Es wird noch lange weh tun. Aber schon jetzt überwiegt der Stolz auf meine Mannschaft, die in dieser Saison überzeugt hat“, sagte der Bamberger Trainer. Schon im Vorjahr war Bamberg im Finale nur knapp gegen Alba Berlin gescheitert.

Angetrieben von 5000 Fans in der ausverkauften Ballsporthalle zeigten die in der Defensive überragenden Frankfurter ein eindrucksvolles Spiel. Stark verbessert zeigte sich das Team aber vor allem bei den Wurfversuchen aus der Distanz und von der Freiwurflinie. Beste Werfer waren Robert Garrett (22 Punkte) und Pascal Roller (16), bei Bamberg Jason Sasser (16). „Wir haben es geschafft, nur das zählt. Diesen Titel werden wir genießen, es ist wunderbar“, jubelte Roller.

Zwar konnte sich der Skyliners-Spielmacher im Feld nicht wie gewohnt in Szene setzen, dafür verwandelte er in den Schlussminuten die wichtigen Freiwürfe. Zudem brillierte Nationalspieler Garrett. Der 27 Jahre alte Flügel- und Aufbauspieler, der im dritten Spiel am vergangenen Montag eine Prellung des Steißbeins erlitten hatte, tat sich als Antreiber und Punktesammler hervor.

Die Gäste aus Bamberg leisteten sich dagegen viele Fehlversuche und gerieten schon im ersten Viertel in Rückstand. Über die Stationen 21:15 (10.) und 32:21 (16.) bauten die Frankfurter ihre Führung kontinuierlich aus, ehe Stafford mit einem Dreier zum 27:37-Pausenstand aus Bamberger Sicht noch einmal für Hoffnung sorgte. Nach einem 21-Punkte-Rückstand im dritten Viertel, kam Bamberg noch einmal auf 58:64 und 78:80 heran. Das Spiel konnte die Mannschaft aber nicht mehr herumreißen – und so feierte am Ende die Mannschaft aus Frankfurt.dpa

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