Sport : Frauen-Anlauf im Tiergarten

15 000 Startplätze lange vor Anmeldeschluss weg.

Ursula Thomas-Stein

Berlin - Alleine würde sie nicht laufen, sagt die neunjährige Kim Strunk aus Groß Glienicke – wohl aber mit Mutter, Schwester und Freundinnen. Es geht um den Berliner Frauenlauf am 12. Mai im Tierarten, und Kim weiß, wovon sie redet. 2010 ist sie mit der Laufgruppe „KimNeleNina“ schon mal gestartet. „Damals sind wir in einer Fünfergruppe die fünf Kilometer gelaufen“, erinnert sich ihre Mutter, Britta Strunk. „Kim war damals sieben Jahre alt und von uns hier die sportlichste, aber ich dachte gar nicht, dass wir das packen.“

Natürlich wurde vorher ein paar Mal trainiert – auf Strecken im Wald und am Groß Glienicker See entlang. Aber nach drei Kilometern hieß es meist: „Mama, ich kann nicht mehr!“ Und beim Lauf selbst? „Da war ich total überrascht, wie die Mädchen alle so locker, ohne Pause, die fünf Kilometer gelaufen sind“. Die Idee, beim Berliner Frauenlauf mitzumachen, haben dieses Jahr so viele Mütter, Töchter, Schwestern und Freundinnen wie noch nie. Bereits Anfang April hatten sich doppelt so viele Läuferinnen angemeldet wie im Vorjahr. Und lange vor dem Anmeldeschluss waren alle 15 000 Startplätze für die zwei zu laufenden Runden im Tiergarten mit Start und Ziel an der Straße des 17. Juni weg. 2500 Plätze werden noch für die Meldung der Schülerinnen freigehalten.

„Eigentlich sind wir seit Jahren am Limit“, sagt Thomas Steffens vom Veranstalter SCC. „In den letzten Jahren war der Lauf immer ausgebucht.“ Alles eine Frage des Platzes – oder des nicht vorhandenen Platzes. Optimal wäre es, die erste Runde auf eine breitere Straße zu verlegen, und die zweite dann durch den Tiergarten ins Ziel zu führen. Das würde das dichte Feld der Läuferinnen am Anfang entzerren. Eine Umsetzung dieses Planes aber könnte frühestens im kommenden Jahr erfolgen. Ursula Thomas-Stein

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