Sport : Frauenfußball-EM: Hoch gesiegt und geworben

Der Halbfinal-Einzug ist vorzeitig perfekt, die erfolgreiche Titelverteidigung in Reichweite: Deutschlands Fußballerinnen haben bei tropischen Temperaturen kühlen Kopf bewahrt und Russland bei der Europameisterschaft mit 5:0 (1:0) deklassiert. Sandra Smisek (2), Bettina Wiegmann, Birgit Prinz und Maren Meinert schossen die Gastgeber vor 6249 Zuschauern in Erfurt zum zweiten Vorrundensieg und betrieben Werbung für den Frauenfußball. Nach dem 3:1-Sieg zum Auftakt gegen Schweden genügt dem deutschen Team im abschließenden Vorrundenspiel in Jena gegen England (Samstag 14.10 Uhr/live im ZDF) schon ein Remis zum Gruppensieg; selbst eine Niederlage würde dem Team des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) Rang zwei nicht mehr nehmen. Im Halbfinale am 4. Juli in Ulm könnte der viermalige Europameister auf Italien oder Norwegen treffen.

"Das Wichtigste ist, die Russinnen nicht zu unterschätzen. Wir wollen Gruppensieger werden und unseren Titel erfolgreich verteidigen", hatte Bundestrainerin Tina Theune-Meyer bereits vor dem Match erklärt. Bei Treibhaus-Temperaturen über 30 Grad waren die Deutschen klar überlegen. Die lockere Vorbereitung von Theune-Meyer - die Spielerinnen durften sich nach dem Auftaktsieg beim Frisör, Shopping und Stadtbummel erholen - half beim siebten Sieg im neunten Duell mit Russland offensichtlich mit.

Insgesamt 17 000 Zuschauer sahen die beiden ersten deutschen Spiele in Erfurt. Für die Halbfinals (4. Juli) und das Finale (7. Juli) sind in Ulm bereits alle 4900 Sitzplatzkarten vergriffen. "Diese Europameisterschaft ist ein weiterer Meilenstein für den Frauenfußball", erklärte DFB-Präsident Gerhard Mayer-Vorfelder. In der kommenden Saison findet erstmals ein Europacup-Wettbewerb für Frauen statt.

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