Frauenfußball-WM : Zwanziger plant Tauschgeschäft mit WM-Konkurrent Frankreich

DFB-Präsident Theo Zwanziger plant ein Turnier-Tauschgeschäft. Im Rennen um die Vergabe der Frauen-WM 2011 hofft er auf einen Verzicht Frankreichs. Dafür könnte der DFB eine spätere französische EM-Bewerbung unterstützen.

AugsburgDie Franzosen sollen zu einem Verzicht ihrer Bewerbung um die Frauen-Fußball-WM 2011 bewegt werden. "Wenn wir einziger Kandidat aus Europa sind, sind die Chancen sicher gut", sagte DFB-Präsident Theo Zwanziger am Donnerstagabend bei der Veranstaltung "DFB live" in Augsburg. Im Gegenzug könnte der DFB eine spätere französische EM-Bewerbung unterstützen. Der Verbandschef warnte jedoch auch vor zu viel Optimismus: "Aber durch sind wir nicht."

Der DFB bewirbt sich neben Frankreich, Kanada, Australien und Peru um die Gastgeberrolle für die übernächste Weltmeisterschaft. Die Schweiz hatte ihre Kandidatur bereits zurückgezogen. Zuletzt hatte sich Weltverbandspräsident Joseph Blatter in einem dpa-Interview lobend über die deutsche Bewerbung geäußert. Das Exekutivkomitee der Fifa benennt den WM-Gastgeber am 30. Oktober auf seiner Sitzung in Zürich. Die nächste Frauen-WM findet zuvor vom 10. bis 30. September in China statt.

DFB-Generalsekretär Horst R. Schmidt bezeichnete Kanada als schärfsten Rivalen. "Kanada ist ein sehr starker Konkurrent. Es muss noch viel Arbeit geleistet werden", sagte er in Augsburg, einem von zwölf möglichen Spielorten im Jahr 2011 - dem einzigen in Bayern. "Augsburg wird eine der aussichtsreichen Städte sein", machte Schmidt den Gastgebern Hoffnung auf WM-Partien im noch neu zu bauenden Augsburger Stadion. (mit dpa)

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