Sport : Freiburg bleibt beliebt

Abstiegsbedrohte Bremer setzen Tradition fort und besiegen den SC auch im jüngsten Duell: diesmal 3:1

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Bei Auswärtsspielen war Werder Bremen diese Saison meist ein gern gesehener Gast, was die Torbilanz von 1:20 der vergangenen sieben Spiele belegt. Nur in Freiburg blieben sie vor dem Duell mit den Hanseaten skeptisch. Gegen keine andere Mannschaft in der Fußball-Bundesliga hatte Werder so oft gewinnen können wie gegen Freiburg. Werder-Trainer Thomas Schaaf hatte auch diesmal mutig einen Sieg gefordert. Der gelang mit dem 3:1 (0:1) vor 24 000 Zuschauern in Freiburg, auch wenn er glücklich ausfiel. Durch die Tore von Sandro Wagner, Claudio Pizarro und Marko Marin gelang den abstiegsbedrohten Bremern der siebte Saisonsieg. Demba Papiss Cisse hatte in der 49. Minute per Foulelfmeter für den zwischenzeitlichen 1:1-Ausgleich gesorgt.

Werder tat bereits in der Anfangsphase viel, um den Wunsch seines Trainers zu erfüllen und war die gefährlichere Mannschaft. Ohne den gelb-gesperrten Clemens Fritz und den verletzten Aaron Hunt, dafür mit dem nach seiner Sperre wieder spielberechtigten Torsten Frings eroberten sich die Bremer die Hoheit im Mittelfeld. Dort ließ Schaaf mit einer Raute spielen.

Florian Trinks hatte nach einem Doppelpass mit Claudio Pizarro die erste Chance. Sein Schuss aber verfehlte das Tor. Nach zwölf Minuten hatte der nächste Angriff mehr Erfolg. Zunächst rettete Freiburgs Stürmer Cisse auf der Linie nach einem Kopfball von Pizarro. Die Freiburger konnten den Ball nicht aus ihrem Strafraum klären. Sebastian Prödl sorgte mit seinem Pass für die nächste heikle Situation, die Sandro Wagner zur Bremer Führung ausnützte.

Die Bremer versuchten den Freiburgern durch frühe Angriffe und intensive Zweikämpfe den Schwung zu nehmen. Was sich auszahlte. Die Freiburger kamen in der ersten halben Stunde kaum einmal durch. In der 20. Minute hatte allerdings Ömer Toprak Pech mit einem Kopfball, der über die Latte sprang. Erst als Tim Borowski die nächste Werder-Chance in der 30. Minute durch einen zu hastigen Abschluss vergeben hatte, begann Freiburg, mehr ins Spiel zurück zu finden. Werders Dominanz bröckelte nun. In der 33. Minute aber verpasste Makiadi ebenso wie Felix Bastians (35.). Am Ende der ersten Hälfte hatte Bremen den Vorsprung nur verwaltet und auf den Pausenpfiff gewartet.

Freiburg kam mit mehr Elan aus der Kabine und setzte seinen Aufwärtstrend fort. In der 49. Minute kam Freiburg zum 1:1-Ausgleich. Borowski hatte Erik Jendrisek im Strafraum gefoult. Schiedsrichter Knut Kircher zeigte sofort auf den Elfmeterpunkt. Cisse verwandelte den Strafstoß zu seinem 17. Saisontreffer. Werder brachte kurz danach mit Marko Marin und Marko Arnautovic zwei neue Spieler. Marin hatte in der 62. die erste Chance nach einem missglückten Abschlag von SC-Torwart Oliver Baumann.

Trotzdem geriet Werder jetzt immer öfter in Schwierigkeiten. Makiadis Schuss (64.) ging knapp übers Tor, und ein Treffer von Oliver Barth wurde nicht anerkannt. Freiburg investierte jetzt mehr ins Spiel, ohne restlos zu überzeugen. Auch den Bremern boten sich Gelegenheiten. In der 69. Minute verpasste Borowski per Kopf. Auf der Gegenseite verpasste Anton Putsilas mit einem Schuss (73.) nur knapp das Tor.

Nachdem die Freiburger im Mittelfeld den Ball verloren hatten, nutzte Pizarro dies zu einem Kontertor, es war sein fünfter Saisontreffer. Und Marko Marin machte dann mit dem dritten Tor für Werder alles klar.

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