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Freiburg - Hamburg 0:0 : Adler rettet HSV einen Punkt

10.11.2012 19:32 Uhrvon
Rafael van der Vaart (l.), hier im Zweikampf mit Daniel Caligiuri, konnte seinen HSV in Unterzahl nicht zum Sieg führen. Am Ende stand ein torloses Unentschieden.Bild vergrößern
Rafael van der Vaart (l.), hier im Zweikampf mit Daniel Caligiuri, konnte seinen HSV in Unterzahl nicht zum Sieg führen. Am Ende stand ein torloses Unentschieden. - Foto: dapd

UpdateDer HSV erkämpft sich in Unterzahl einen Punkt beim SC Freiburg. Innenverteidiger Paul Scharner sah in der 35. Spielminute nach wiederholtem Foulspiel Gelb-Rot - was nicht die einzige strittige Schiedsrichterentscheidung aus Sicht der Hamburger war.

Thorsten Fink wusste ziemlich genau, warum er sich nach dem 0:0 des SC Freiburg gegen den Hamburger SV über die gelbe Karte für Rene Adler so freute. „Gelb war berechtigt und damit ist die Szene vom Schiedsrichter bewertet“, sagte Fink und lachte. Mit der Entscheidung von Günter Perl ist die Szene abgeschlossen und kein DFB-Schiedsgericht könnte mehr Anklage auf Grundlage des Videostudiums einlegen. Als die Szenen später in endlosen Wiederholungen gezeigt wurden, zeigte sich, es hätte durchaus schlimmer kommen können für den Mann, der nach zwei Jahren Pause von Bundestrainer Joachim Löw zur Nationalmannschaft für das Länderspiel gegen die Niederlage in Amsterdam berufen wurde.

Rene Adler, das war deutlich zu sehen, stieß seinen Unterarm ins Gesicht des Freiburgers Max Kruse. Der 27-Jährige erklärte die Sache später etwas kleinlaut so: „Ich wollte schlichten und ihn beiseite schieben. Ich wollte ihn keinesfalls schlagen“, sagte Adler.    

 Es hätte unangenehme Folgen haben können, hätte Adler die Rote Karte statt der gelben kassiert. Adlers Berufung in den Kader des Nationalteams wäre hinfällig geworden. So kommt Adler mit einer milden Strafe glimpflich davon und kann die Folgen mit Gelassenheit tragen. „Gelb war in Ordnung, jetzt freut sich unser Kassenwart, weil ich in die Mannschaftskasse einzahle“.

 Im Rückblick auf die vergangenen Monate wäre Rot ein neuer Rückschlag für Adler gewesen. „Der Rene hat einen Lauf. Wir sind froh, diesen Transfer getätigt zu haben“, sagte HSV-Coach Fink. Und Fink konnte sich nicht nur über das milde Urteil Perls freuen, sondern auch über einige Paraden von Adler beim Remis in Freiburg. In der 15. Minute rettete er beherzt gegen Kruse, der kurz vor seinem Tor auftauchte. In der Schlussphase (82.) lenkte der ehemalige Leverkusener einen strammen Schuss von Daniel Caligiuri zur Ecke ab. Bei Rosenthals Schuss (86.) hatte Adler dann Glück. Er flog zwar ins bedrohte Eck, verfehlte aber den Ball nur knapp, der gegen den Pfosten klatschte. „Wir haben unter den Umständen eine kämpferisch gute Leistung gebracht. Das mit dem Pfosten war Glück“, sagte Adler.

 

Adler meinte nicht nur den strömenden Regen, der ihm die Arbeit schwerer machte, sondern vor allem die Szene in der 35. Minute als Paul Scharner die gelb-rote Karte sah und ein Geständnis ablegte. „Als ich nach vorne bin, habe ich die Entscheidung bereut, ich abwarten sollen“, sagte der Österreicher. Der HSV-Verteidiger, das erste Mal in der Anfangself, foulte Kruse nachdem er schon gegen Caligiuri zu hart eingestiegen war.          

 

Der HSV bestimmte die erste Viertelstunde, vergab aber seine Chancen durch Beister und Son. Rafael Van der Vaart ging noch ein Stück weiter. „Bis zum Platzverweis hat nur eine Mannschaft gespielt, und zwar wir“, sagte der Mittelfeldspieler, der im Aufgebot von Hollands Nationaltrainer Louis van Gaal steht. In Hälfte zwei verlegten sich die dezimierten Hamburger auf Defensive. „So wie das gelaufen ist, bin ich zufrieden“, sagte Fink. „Das Team hat gezeigt, es hat an Erfahrung gewonnen und kann solche Rückschläge wegstecken.“  

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