Sport : Freiburg - Hertha: Von Bayern lernen heißt siegen lernen

Stefan Hermanns

Dieter Hoeneß hat eine besondere Beziehung zum FC Bayern München: 224 Bundesligaspiele hat Hoeneß für den Verein bestritten, der höchst erfolgreich von seinem Bruder gemanagt wird, fünfmal holte er mit den Bayern den Meistertitel. Wenn Dieter Hoeneß in seiner Eigenschaft als Manager von Hertha BSC bei den wöchentlichen Pressekonferenzen über seinen Verein berichten soll, ist es schon fast fester Programmpunkt, dass sich der jüngere der beiden Hoeneß-Brüder erst einmal lobend über die Bayern auslässt. Auch gestern wieder: "Was die Bayern in der Champions League geleistet haben, ist großartig", sagte Dieter Hoeneß.

Herthas Manager tut das nicht, "weil ich eine Pressekonferenz für die Bayern abhalten will", sondern weil er deren Kampfsieg gegen Real als vorbildlich erachtet: "Genau diese Qualitäten sind gefragt", sagte Hoeneß vor Herthas Spiel beim SC Freiburg (Sonntag, 17.30 Uhr), "keinen Zentimeter nachzugeben" und die Partie mit letzter Konzentration anzugehen. "Freiburg ist unser Halbfinal-Hinspiel, Leverkusen das Rückspiel und Kaiserslautern das Finale." Die Situation stellt sich für Hertha ähnlich dar wie die der Bayern vor dem Spiel in Madrid: Es geht um eine gute Ausgangsbasis. "Wenn wir punkten, sind wir so gut wie sicher im Uefa-Cup", sagte Trainer Jürgen Röber. Das Saisonziel wäre vorzeitig erreicht. Hoeneß spricht daher von "Big Points, die wir jetzt einfahren müssen", auch um "für eine Gesamtsaison belohnt zu werden".

Zum Thema Online Spezial: Hertha BSC
Bundesliga aktuell: Ergebnisse und Tabellen
Tipp-Spiel: Wer wird Deutscher Meister? Eine Saison, die sooo schlecht nicht war, die jedoch noch nicht das Ende der Entwicklung gewesen sein soll. Die personellen Veränderungen für das nächste Spieljahr deuten auf höhere Ambitionen hin. Seit gestern ist offiziell, was ohnehin alle wussten. Roberto Pinto kommt für drei Jahre vom VfB Stuttgart - sofern die sportärztliche Untersuchung keine Einwände mehr ergibt. Auch im Fall Bart Goor sind laut Hoeneß "alle Formalitäten erledigt". Sein Vertrag läuft vier Jahre. Das Thema Neuzugänge ist für Herthas Manager damit "abgehakt". Für Dariusz Wosz ist es das Thema Hertha. Sein Berater hat Hoeneß in dieser Woche mitgeteilt, "dass er den Verein verlassen möchte". Was Wosz noch fehlt, ist allerdings ein neuer Arbeitgeber.

0 Kommentare

Neuester Kommentar