Freiburg - Stuttgart 3:0 : Freiburg weiter im Aufwind

Der SC Freiburg ist im Fußball derzeit die Nummer eins in Baden-Württemberg. Im prestigeträchtigen Südwest-Derby gegen den VfB Stuttgart setzten sich die gastgebenden Badener auch in dieser Höhe verdient mit 3:0 (1:0) durch.

Freiburger Höhenflug: Pavel Krmas ist beim Jubel über sein Tor zum 2:0 von seinen Mitspielern kaum zu halten.
Freiburger Höhenflug: Pavel Krmas ist beim Jubel über sein Tor zum 2:0 von seinen Mitspielern kaum zu halten.Foto: dapd

Vor 24.000 Zuschauern, darunter Ministerpräsident Wilfried Kretschmann, erzielten Jan Rosenthal (23.), Pavel Krmas (67.) und Max Kruse (72.) die Tore für die körperlich und geistig beweglicheren Freiburger, die mit nun 19 Punkten auf Tabellenplatz sechs kletterten. Weil sich sowohl bei den Freiburgern wie auch bei den Stuttgartern die personelle Situation die Woche über nicht entscheidend verändert hatte, handelten beide Trainer nach dem altmodischen Motto, ein siegreiches Team nicht zu ändern. Schließlich hatten sowohl die Freiburger in Hannover wie auch die Stuttgarter in Mönchengladbach beeindruckt. Der VfB legte am Donnerstag dann noch mit dem 5:1-Kantersieg bei Steaua Bukarest einen drauf.

Drei Tage nach ihrer Europa-League-Gala in der rumänischen Hauptstadt sahen sich die Stuttgarter einem Gegner von anderem Kaliber gegenüber. Es entwickelte sich von Beginn an das erwartete Duell auf Augenhöhe zwischen den heimstarken Badenern und den in der Fremde äußerst erfolgreichen Württembergern. Weil beide Mannschaften schon tief in der gegnerischen Hälfte attackierten und sich gegenseitig neutralisierten, blieben Strafraumszenen zunächst Mangelware.

Das änderte sich, als die Spieler hüben wie drüben die Möglichkeiten erkannten, die sich ergeben, wenn das Pressing mal nicht funktioniert. Mit schnellem Direktspiel schufen sich beide Teams immer wieder Konterchancen. Das Glück der Tüchtigen stand den Gastgebern in der 22. Minute zur Seite, als VfB-Mittelfeldspieler Zdravko Kuzmanovic an der Strafraumgrenze Maß nahm, den Ball aber an den linken Pfosten setzte.

Im Gegenzug fiel dann die nicht unverdiente Führung für die doch etwas forscheren und auch etwas frischeren Freiburger. Freistehend an der 16-Meter-Linie kam der enorm laufstarke Jan Rosenthal an den Ball. Bei seinem platzierten Schuss ins linke untere Eck zum 1:0 hatte der Stuttgarter Schlussmann Sven Ulreich keine Abwehrchance. „Die Nummer eins im Land sind wir“, intonierten spontan die zumindest siegestrunkenen Freiburger Fans.

Nach der Pause stand der Schmähgesang aber gleich mehrfach auf dem Prüfstand. Zwei Minuten nach Wiederbeginn hatten die VfB-Anhänger den Torschrei schon auf den Lippen, als Christian Gentner scharf in die Mitte passte, doch sowohl Shinji Okazaki als auch Martin Harnik ließen den Ball passieren. Als Cristian Molinaro in der 60. Minute aus 35 Metern einfach mal drauf hielt, musste sich SC-Torwart Oliver Baumann mächtig strecken, um den Ball aus dem Winkel zu fischen.

Doch damit war es vorbei mit der Stuttgarter Gegenwehr. Fortan spielte nur noch der physisch stärkere SC. Als Ulreich in der 63. Minute einen Flankenball fallen ließ, staubte Innenverteidiger Pavel Krmas zum vorentscheidenden 2:0 (67.) ab. Fünf Minuten später leitete Daniel Caligiuri per Kopf eine weite Flanke auf den in der Mitte mitgelaufenen Max Kruse weiter, der den Konter mit seinem Treffer zum 3:0 (72.) abschloss. (dapd)

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben