Freiburg - Wolfsburg 3:0 : Wolfsburg wehrt sich nicht

Freiburg hat beim 3:0-Sieg über die Wolfsburger leichtes Spiel, der VfL hingegen kassiert die dritte Pleite in Folge und muss sein Saisonziel überdenken.

Uwe Rogowski
Freiburgs Toptorjäger Papiss Cisse kommt gegen den VfL Wolfsburg vor dem Ex-Herthaner Alexander Madlung zum Torschuss.
Freiburgs Toptorjäger Papiss Cisse kommt gegen den VfL Wolfsburg vor dem Ex-Herthaner Alexander Madlung zum Torschuss.Foto: dpa

Die meisten Wolfsburger waren nach dem 0:3 (0:2) beim SC Freiburg sprachlos, sie trabten kopfschüttelnd in Richtung Bus. Wahrscheinlich hätten sie nur Ernüchterndes mitzuteilen gehabt, wie Patrick Ochs. „Freiburg hätte sechs Tore schießen können“, sagte er. Und Felix Magath? Der Trainer flüchtete sich in Ironie. „Es hat ja schon Tradition, dass der VfL in Freiburg nichts holt. Daran haben wir nahtlos angeschlossen.“

Dabei war weniger das Problem, dass die Wolfsburger auch im neunten Erstligaspiel im Südwesten ohne Sieg blieben, die Art und Weise der dritten Saisonniederlage gab zu Denken. Die Niedersachsen waren weit davon entfernt, den Freiburgern überhaupt ein Gegner sein zu können. Sie spielten zusammenhanglos und fehlerbehaftet. Freiburg, das mit zwölf Gegentoren in den ersten vier Pflichtspielen auf sich aufmerksam gemacht hatte, gewann, ohne herausragend zu spielen . „Absolut verdient“, wie Magath sagte. Freiburgs Trainer Marcus Sorg war „erleichtert, dass wir endlich belohnt wurden.“

Magaths personelle Auffrischung brachte nicht die gewünschten Impulse, im Gegenteil. Sotirios Kyrgiakos stand von Beginn an auf dem Feld. Und der rustikale Verteidiger hatte erhebliche Probleme. So köpfte Freiburgs Verteidiger Oliver Barth einen Freistoß zum 1:0 ins Wolfsburger Tor, ohne dass Kyrgiakos ihn daran hinderte. Papiss Demba Cissé schoss zwar ausnahmsweise kein Tor, doch erneut konnte man sich nicht nur bei einem Pfostentreffer des Stürmers ein Bild davon machen, warum er so begehrt ist. Zum 2:0 leistete er die schöne Vorarbeit, Erik Jendrisek vollendete. „Ich bin mir sicher, dass er bleibt. Es gibt nicht mal in Ansätzen ein Angebot, das uns gefällt“, sagte Freiburgs Sportdirektor Dirk Dufner.

Von Wolfsburg kam auch nach der Pause fast nichts. Stattdessen traf Cedrick Makiadi spektakulär für Freiburg: Christian Träschs Kopfballabwehr schoss er volley ins zum 3:0 Tor. Es war die frühe Entscheidung.

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