Sport : Freitag bleibt Freitag

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Von Jörg Wenig

Berlin. Das Istaf kann mit der Zahlung für die internationale Rechteverwertung durch den Welt-Leichtathletik-Verband IAAF rechnen, darf aber seinen Termin nicht verschieben. Somit bleibt es dabei, dass das Golden-League-Finale am Freitag, 6. September, in Berlin stattfinden soll. 2003 könnte ein Wechsel vom Freitag möglich werden, jedoch ist weiterhin nicht klar, ob das letzte große deutsche Leichtathletik-Meeting dann überhaupt noch zur Golden-League-Serie gehören wird. Diese Entscheidung soll noch in diesem Monat fallen, erklärte die IAAF nach der Golden-League-Sitzung in Brüssel. Als falsch stellte sich dagegen die Meldung heraus, das Istaf müsse bei der IAAF zwei Millionen Dollar hinterlegen , um den Golden-League-Status zu behalten.

Nachdem die Leichtathletik-Veranstaltungs-GmbH (LVG) erst am Freitag die Rechte der Marke Istaf erhalten hatte, wurde den Vertretern der neuen Istaf-Gruppe die gut 800 000 Euro betragende jährliche IAAF-Zahlung für die internationale Rechte-Verwertung für 2002 zugesagt. Bedingung ist allerdings, dass sich das Istaf personell neu formiert und die ausstehenden Athletenzahlungen von rund 300 000 Euro beglichen werden. In diesem Fall könnte sich die finanzielle Lage entspannen, weil offenbar auch IMG wieder mitarbeiten möchte. Der Vermarkter hatte vor einigen Wochen den Vertrag mit der Istaf GmbH gekündigt.

Eine Vorentscheidung über die künftigen Golden-League-Meetings fiel dagegen noch nicht. Von 2003 an wird diese Serie auf fünf Meetings reduziert. „Wichtige Kriterien sind finanzielle Sicherheiten und TV-Übertragungen aller Golden-League-Meetings im freien Fernsehen“, sagte IAAF-Präsident Lamine Diack. Während Brüssel und Zürich als gesetzt gelten, dürfte Monte Carlo ausscheiden, da dort künftig das Grand-Prix-Finale stattfindet. Rom gilt wegen geringer Zuschauerzahlen als Wackelkandidat. London könnte als Bewerber hinzukommen, sodass sich fünf Städte um drei Plätze bemühen: Rom, London, Paris, Oslo und Berlin. Oslos Handikap ist die Anlage mit nur sechs Bahnen, Paris soll TV-Probleme haben, bei London könnte die dominante Rolle des Sponsors Norwich Union problematisch werden. Berlin freilich muss mit dem Imageschaden nach der Insolvenz der Istaf GmbH leben.

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