Sport : Fremdkörper zerstört Reifen

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Kurz vor Schluss musste Formel1- Weltmeister Michael Schumacher beim Großen Preis von Hockenheim abbremsen – der linke Hinterreifen verlor Luft. Was war passiert? Sehr viel spricht dafür, dass sich ein nicht allzu scharfkantiger Fremdkörper auf der Piste durch die Hülle des Reifens, die so genannte Karkasse, gearbeitet hat. Sobald dieser Fremdkörper, vermutlich ein Kohlefasersplitter, die fünf Millimeter dünne Hülle durchbrochen hat, verliert ein Reifen Luft. Formel-1-Reifen haben bei einem Rennen eine Oberflächentemperatur von 90 Grad. Dadurch haften sie so gut auf dem Asphalt, dass sie – mit dieser Temperatur – theoretisch auch an einer Wand festkleben würden. Trifft ein kalter Gegenstand auf diese erhitzte Oberfläche, wird er also regelrecht aufgeklebt und arbeitet sich bei jeder Umdrehung durch die Schutzhülle. Wäre der Fremdkörper sehr scharfkantig gewesen, hätte er in kürzester Zeit die Hülle durchstoßen, und der Reifen wäre zerfetzt. Ein Formel-1-Reifen ist mit lediglich 1,3 Bar gefüllt – gerade die Hälfte des Drucks, den der Reifen eines normalen Straßenautos hat. fmb

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