French Open : "Gegen wen ich spiele, ist egal"

Nach den Absagen von Thomas Haas und Nicoals Kiefer stehen die deutschen Tennisprofis bei den am Sonntag beginnenden French Open vor kniffligen Aufgaben. Philipp Kohlschreiber geht das Turnier allerdings locker an.

Paris - Der Augsburger Philipp Kohlschreiber bekommt es als Nummer 28 der Setzliste zunächst mit einem Qualifikanten zu tun und könnte in der zweiten Runde auf Oscar Hernandez treffen. Gegen den Spanier verlor der Weltranglisten-32. das bislang einzige Duell im vergangenen Jahr auf Sand mit 1:6, 1:6. Einen äußerst undankbaren Gegner erwischte Florian Mayer am Freitag bei der Auslosung für das zweite Grand-Slam-Turnier des Jahres in Paris. Der an Position 31 gesetzte Bayreuther spielt gegen den starken Franzosen Paul-Henri Mathieu.

Nach den verletzungsbedingten Absagen von Haas und Kiefer gelten die beiden Daviscup-Spieler als große Hoffnungsträger im Mini-Aufgebot des Deutschen Tennis Bundes (DTB). Als dritter Deutscher greift der Mettlacher Benjamin Becker gegen Mathieu Montcourt aus Frankreich in das Geschehen ein. Rainer Schüttler aus Korbach verpasste durch eine 7:6 (7:2), 1:6, 1:6-Pleite in der Qualifikation gegen den Italiener Fabio Fognini den Sprung in das Hauptfeld.

Kohlschreiber will in die zweite Woche

"Gegen wen ich spiele, ist egal. Ich muss grundsätzlich auf mich selber schauen und es besser machen als hier", sagte Kohlschreiber nach seiner Niederlage beim World Team Cup in Düsseldorf gegen den Tschechen Tomas Berdych und stellte fest: "Ich will in die zweite Woche, das Achtelfinale wäre super."

Für Anna-Lena Grönefeld dagegen, im vergangenen Jahr erst im Viertelfinale gescheitert, ist die Runde der letzten 16 in diesem Jahr kein realistisches Ziel. Die 21 Jahre alte Nordhornerin, die zunächst auf die Französin Mathilde Johansson trifft, steckt nach der Trennung von ihrem Trainer Rafael Font de Mora noch immer tief in der Krise. 2007 hat sie erst vier Spiele gewonnen, zwei davon beim Fedcup-Erfolg im April gegen Kroatien.

Grönefeld könnte in Runde zwei auf Dementjewa treffen

Sollte die in der Weltrangliste auf Position 48 abgerutschte Grönefeld ihre Auftakthürde meistern, wartet in Runde zwei voraussichtlich Jelena Dementjewa - wenn nicht Angelique Kerber (Kiel) in ihrem Erstrunden-Match gegen die Russin für eine Überraschung sorgt.

Martina Müller (Hannover) und Julia Schruff (Augsburg) müssen sich zunächst mit Qualifikantinnen auseinander setzen. Chancenlos dürfte Sandra Klösel (Urloffen) gegen die Chinesin Li Na sein.

Bei den Herren steht schon vor dem ersten Aufschlag erneut das mögliche Gipfeltreffen zwischen dem zweimaligen French-Open-Sieger Rafael Nadal und dem Schweizer Weltranglisten-Ersten Roger Federer im Fokus. "Ich fühle mich prima vorbereitet. Ich bin bereit für die French Open", sagte Federer nach seinem Finalsieg gegen Nadal am Hamburger Rothenbaum. Der Titel in Paris ist der einzige, der ihm in seiner Grand-Slam-Sammlung noch fehlt. Doch vor dem möglichen Traumfinale hat Nadal gleich in der ersten Runde eine heikle Aufgabe zu überstehen: Der 18 Jahre alte, 1,96 Meter große Argentinier Juan-Martin del Potro ist auf Asche ein äußerst gefährlicher Gegner. (Von Wolfgang Müller, dpa)

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