Sport : French Open: Hingis und Corretja erreichen Achtelfinale

Die Favoriten wie Andre Agassi, Pete Sampras oder Lindsay Davenport sind gestürzt, die French Open in Paris kehren zur Normalität zurück. Am Tag nach dem seltsamen Abschied von Agassi, der nach der überraschenden Niederlage gegen den Slowaken Karel Kucera (6:2, 5:7, 1:6, 0: 6) wortlos verschwand, zogen die Favoriten im Eiltempo ins Achtelfinale des mit 9,9 Millionen Dollar dotierten Grand-Slam-Turniers ein.

Am freien Tag der letzten Deutschen Thomas Haas und Anke Huber, die heute gegen den Russen Marat Safin (Nr. 12) und die Polin Magdalena Grzybowska um den Einzug ins Achtelfinale kämpfen, war dabei die Weltranglisten-Erste Martina Hingis (Schweiz) am schnellsten.

Martina Hingis, die vor einem Jahr Steffi Graf in einem denkwürdigen Finale von Roland Garros unterlag, deklassierte auf dem Court Central die Italienerin Tathiana Garbin in nur 54 Minuten mit 6:1, 6:0. Ähnlich souverän bezwang der an Nummer 10 gesetzte Spanier Alex Corretja den langen Holländer Richard Krajicek mit 4:6, 6:2, 6:3, 6:2.

Enttäuschung für die Franzosen: Nur Mary Pierce kam mit einem 6:4, 6:0 gegen ihre Landsfrau Virginie Razzano weiter. Dafür schieden Nathalie Tauziat mit einer 4:6, 6:7-Niederlage gegen die Amerikanerin Chanda Rubin und Sandrine Testud mit einer 6:4, 3:6, 5:7-Niederlage gegen die Schwedin Asa Carlsson frühzeitig aus.

Thomas Haas, der gegen den Italiener Andrea Gaudenzi zum zweitenmal in seiner Karriere einen 0:2-Satzrückstand umgebogen und nach 4:12 Stunden noch 4:6, 3:6, 7:6, 6:6, 6:1 gewonnen hatte, steht gegen Marat Safin vor dem nächsten Härtetest. Der 20-jährige Russe gilt nach den Turniersiegen von Barcelona und Mallorca als einer der Favoriten auf den Titel.

Dennoch ist der 22-jährige Deutsche zuversichtlich. "Ich habe gegen Gaudenzi gezeigt, dass ich kämpfen kann. Safin spielt sehr gut und hat sehr viel Selbstvertrauen. Aber wenn ich fit bin, habe ich meine Chance." Immerhin: Beide bisherigen Duelle gegen den an Nummer 12 gesetzten Russen gewann Haas: 1999 beim Daviscup in Bremen mit 9:7 im fünften Satz - und danach in Monte Carlo in der zweiten Runde 6:4, 6:2.

Für Andre Agassi hatte die überraschende Niederlage gegen Kucera noch ein Nachspiel. Der US-Amerikaner muss 10 000 Mark Geldstrafe bezahlen, weil er ohne Angaben von Gründen der Pressekonferenz fern geblieben war. Vergleichsweise gering fiel die Strafe gegen Stefan Koubek aus. Der Österreicher, der in seinem Match gegen den ungarischen Qualifikanten Attila Savolt beim Stand von 6: 3, 5:7, 0:6, 2:5 disqualifiziert worden war, muss 6500 Dollar bezahlen. Koubek war viermal verwarnt worden: wegen verbotenen Coachings durch seinen Trainer, Schlägerwerfens, unflätiger Worte und unsportlichen Verhaltens.

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