French Open : Petkovic verpasst weitere Überraschung

Nach dem Aus von Andrea Petkovic lasten alle deutschen Hoffnungen auf Martina Müller. Bei den Herren sieht es nicht besser aus: Hier ist nur noch Philipp Kohlschreiber im Rennen.

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Slice ins Aus: Andrea PetkovicFoto: dpa

Paris - Andrea Petkovic hat bei den French Open eine weitere Überraschung verpasst und ist bei ihrem Grand-Slam-Debüt in der zweiten Runde ausgeschieden. Die 19-Jährige musste sich der favorisierten Französin Marion Bartoli nach hervorragendem Beginn mit 6:0, 2:6 und 3:6 geschlagen geben. Einen Tag zuvor hatte die deutsche Nachwuchshoffnung mit ihrem Sieg gegen die Slowakin Jarmila Gajdosova noch für eine große Überraschung beim wichtigsten Sandplatz-Turnier der Welt gesorgt. Martina Müller zog im "Nachsitzen" in die zweite Runde ein. Das Spiel der derzeit besten deutschen Tennisspielerin war wegen der Regenunterbrechungen an den ersten beiden Tagen auf Mittwoch verschoben worden. Die 24-Jährige setzte sich gegen Rossana de Los Rios aus Paraguay mit 6:4, 6:4 durch.

Als vierte deutsche Spielerin ist Julia Schruff bereits in der ersten Runde von Roland Garros gescheitert. Die 24-jährige Augsburgerin verlor nach einer desolaten Vorstellung mit 1:6, 4:6 gegen die Russin Alla Kudrjawzewa. Für die Nummer 114 der Welt war es bei der fünften French-Open-Teilnahme die fünfte Erstrunden-Pleite.

Aus dem deutschen Mini-Aufgebot bei den Herren gelang nur Philipp Kohlschreiber der Einzug in die zweite Runde. Nach den Absagen von Thomas Haas und Nicolas Kiefer sowie den Erstrunden-Niederlagen von Florian Mayer und Benjamin Becker ist der 23 Jahre alte Augsburger nun der letzte Hoffnungsträger im deutschen Team. "Ich versuche, hier die deutsche Fahne hochzuhalten, so lange es geht. Es ehrt mich, die deutsche Nummer eins zu sein", sagte er nach seinem spektakulären Fünf-Satz-Krimi gegen den tschechischen Qualifikanten Lukas Dlouhy.

Kohlschreiber muss gegen Hernandez ran

An diesem Donnerstag kämpft der Daviscup-Spieler gegen Oscar Hernandez um den Einzug in die dritte Runde. Der Spanier bezwang den Argentinier Juan-Pablo Guzman 7:6 (7:4), 6:0, 6:2, nachdem das Match am Vortag wegen Dunkelheit abgebrochen werden musste. An Hernandez hat Kohlschreiber allerdings keine guten Erinnerungen. Das bislang einzige Duell auf der ATP-Tour verlor er im vergangenen Jahr in Palermo auf Sand mit 1:6, 1:6.

Außerdem hat das knapp vierstündige Match gegen Dlouhy viel Kraft gekostet. Am Ende siegte Kohlschreiber 6:2, 3:6, 7:5, 4:6, 17:15 und sicherte sich damit zudem einen Eintrag in die dicken Statistik-Bücher des wichtigsten Sandplatz-Turniers der Welt. Mit 32 Spielen in einem Satz stellten die beiden Kontrahenten den Roland-Garros-Rekord aus dem Viertelfinale 1950 zwischen dem Tschechen Jaroslaw Drobny und Victor Seixas (USA) ein. "So ein Kampfsieg puscht natürlich auch", sagte München-Sieger Kohlschreiber.

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