French Open : Schüttler fliegt in Runde eins raus

Rainer Schüttler hat sich mit einer peinlichen 0:6, 0:6, 4:6-Niederlage gegen den Franzosen Marc Gicquel aus dem Turnier verabschiedet.

ParisNach genau 97 Minuten war die Demontage im Regen komplett. Als Nummer 29 der Weltrangliste und Nummer 27 der Setzliste war Schüttler als bester deutscher Tennisprofi in dem zweiten Grand-Slam-Turnier des Jahres gestartet. Doch seine Leistung war eines Davis-Cup-Spielers und letztjährigen Wimbledon-Halbfinalisten unwürdig. “Alles in allem war das katastrophal“, sagte der 33 Jahre alte Korbacher nach der trostlosen Darbietung.

Nach 25 Minuten ging der erste Satz mit Höchststrafe dahin, eine Minute länger dauerte der zweite Satz, mit identisch schlechtem Ergebnis. Nachdem Schüttler mit 0:4 hinten lag, flüchteten die beiden Spieler erst einmal für zwei Stunden vor dem Regen in die Kabine. An dem sportlichen Geschehen änderte sich anschließend allerdings nichts.

Immerhin entging der älteste deutsche Profi einer historischen Schlappe. Erst fünfmal überhaupt endete bei einem Grand-Slam-Turnier ein Match 0:6, 0:6, 0:6. Dies gelang zuletzt dem Franzosen Thierry Champion vor 16 Jahren bei den French Open gegen den Spanier Sergi Bruguera.

2009 ist für den mittlerweile 33-Jährigen ein wahres Katastrophenjahr. Dies ist bereits seine achte Erstrundenniederlage in diesem Jahr und sein achtes Erstrundenaus bei seiner zehnten French-Open-Teilnahme. Es stellt sich die Frage, wie lange sich Schüttler dies noch antun will. Zu den Pleiten dieser Turniere kommen die drei Einzelniederlagen vom World Team Cup in der vergangenen Woche und das verlorene Match gegen Stefan Koubek beim Davis Cup gegen Österreich Anfang März hinzu. Im Düsseldorfer Rochusclub kassierte Schüttler gegen den Schweden Robin Söderling sogar eine spöttische "Brille" genannte historische 0:6, 0:6-Niederlage. "Ich weiß, dass auch wieder andere Tage kommen", sagte Schüttler.

Erfreulicher und erfrischender war der Auftritt des zehn Jahre jüngeren Andreas Beck. Mit einem 7:6 (11:9), 6:4, 6:1 gegen den Spanier Ivan Navarro sicherte sich die Nummer 61 auf der Weltrangliste aus Stuttgart bei seinem French-Open-Debüt einen Platz in Runde zwei. Der Gegner des Weltranglisten-61. heißt nun Marc Gicquel. Weniger überraschend kam das Aus von Simon Greul. Der Reutlinger musste sich im Qualifikantenduell dem Rumänen Victor Crivoi klar mit 1:6, 6:7 (1:7), 2:6 geschlagen geben. (aku/Zeit online)

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