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French Open : Thommy Haas und Kerber weiter

Thomas Haas steht wie Philipp Kohlschreiber in der dritten Runde der French Open, Angelique Kerber ist schon im Achtelfinale. Für Sabine Lisicki und Dinah Pfizenmaier ist das Turnier hingegen beendet.

Thomas Haas hat bei den French Open das Tennis-Duell der Generationen gegen Jack Sock gewonnen und wie im Vorjahr die dritte Runde der French Open erreicht. Der 35-Jährige setzte sich am Freitag in Paris mit 7:6 (7:3), 6:2, 7:5 gegen den 15 Jahre jüngeren US-Qualifikanten durch. Haas muss nun erneut einen Amerikaner besiegen, wenn er zum dritten Mal das Achtelfinale in Paris erreichen will. Nächster Gegner ist Aufschlagriese John Isner. Auch Philipp Kohlschreiber ist noch dabei, er tritt am Samstag gegen den Rumänen Victor Hanescu an.

Nicht in Reichweite war das Achtelfinale für Sabine Lisicki nach einem Fehler-Festival gegen Vorjahresfinalistin Sara Errani aus Italien. Der Berlinerin wachte beim 0:6, 4:6 gegen die Weltranglisten-Fünfte zu spät auf. Auch Dinah Pfizenmaier ist in der dritten Runde ausgeschieden. Die Qualifikantin verlor am Freitag 3:6, 4:6 gegen die Weltranglisten-Vierte Agnieszka Radwanska aus Polen, zog sich dabei jedoch äußerst achtbar aus der Affäre und hätte im zweiten Satz sogar 5:3 führen können. Angelique Kerber ist damit die einzige deutsche Spielerin im Achtelfinale, sie schlug die aus Usbekistan stammende Amerikanerin Varvara Lepchenko 6:4, 6:7 (3:7), 6:4.
Haas hatte vor dem Match angekündigt, er wolle zeigen, was er als älterer Hase noch drauf habe - das gelang ihm vor allem, wenn es darauf ankam, so wie im Tiebreak des ersten Satzes und nach einem 1:4-Rückstand im dritten. „Ich bin glücklich über den glatten Sieg und dass ich im dritten Satz noch einmal zurückgekommen bin. Das Resultat ist das, was zählt“, sagte Haas. Er muss bereits an diesem Samstag wieder antreten und meinte mit Blick auf den nächsten Gegner: „Da habe ich ungefähr das Gleiche vor mir und muss versuchen, mich zu steigern.“ Isner stand beim Fünf-Satz-Sieg über Landsmann Ryan Harrison anderthalb Stunden länger auf dem Platz.

Erneut präsentierte sich der Himmel über Paris grau, als Haas und Sock um kurz nach elf den Platz betraten. Immerhin begann die am Vortag wegen Regens verschobene Partie auf Platz zwei rechtzeitig und nahm gegen Ende des ersten Satzes Fahrt auf. Beim 4:4 und 5:5 musste Haas jeweils zwei Breakbälle abwehren und schmetterte nach einem Fehler einmal wutentbrannt seinen Schläger auf die rote Asche.

Mit Glück und Erfahrung überstand der Altmeister die brenzligen Situationen, ging im Tiebreak nach drei Spurts und einem tollen Passierball 4:3 in Führung und holte den Satz. Im zweiten schaffte er bei den ersten Chancen das Break zum 3:1, weil Sock nun mithalf. Der wie sein Vorbild Andy Roddick aus Nebraska stammende Jungspund erinnerte vom Auftreten sehr an die einstige Nummer eins: das blaue Basecap verkehrt herum auf dem Kopf, ein starker Aufschlag, dazu eine überrissene Vorhand mit enormer Beschleunigung aus dem Handgelenk. „Wenn er trifft - viel Spaß“, meinte Haas. Bei den US Open stand Sock bereits in der dritten Runde. Mit dem 118. der Weltrangliste ist künftig zu rechnen.

Einen kurzen Durchhänger des oft weit hinter der Grundlinie verteidigenden Haas zu Beginn des dritten Satzes nutzte er aus. Als dem deutschen Wahl-Amerikaner das 1:5 drohte, riss sich Haas wieder zusammen und glich unter den deutschen „Auf geht's-Tommy“ Rufen zum 4:4 aus. Sock baute vor den eingemummelten Zuschauern nun ab und sorgte mit einem Doppelfehler für das 6:5. Wenig später gelang Haas beim ersten Matchball nach 2:17 Stunden ein Ass zum Sieg im ersten Vergleich gegen Sock.

Die Titelverteidiger kamen mit einem Tag Verspätung weiter. Die Russin Maria Scharapowa gewann ihr am Donnerstagabend abgebrochenes Match gegen die Kanadierin Eugenie Bouchard 6:2, 6:4. Rafael Nadal gab wie schon gegen Daniel Brands den ersten Satz ab, der Spanier besiegte den Slowaken Martin Klizan aber noch 4:6, 6:3, 6:3, 6:3. Die Weltranglisten-Erste Serena Williams aus den USA und der Schweizer Roger Federer zogen bereits in das Achtelfinale ein. (dpa)

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