Sport : French Open: Zeit für einen Bummel durch Paris

Schwarzer Mittwoch für die deutschen Tennis-Damen bei den French Open im Tennis: Anke Huber, Jana Kandarr und Andrea Glass sind in der zweiten Runde gescheitert und haben die Hoffnungen auf ein gutes Abscheiden nach dem viel versprechenden Auftakt zunichte gemacht. Zwei Tage nach dem Aus von Frankreichs großer Hoffnung Amelie Mauresmo gegen Jana Kandarr warf die letztjährige Junioren- Siegerin Virginie Razzano die deutsche Nummer eins, Anke Huber, mit 6:0, 4:6, 6:1 aus der Konkurrenz. "Es tat mir sehr leid für Amelie. Ich werde versuchen, sie zu rächen", hatte die 18-Jährige ihre nationale Mission angekündigt. Dagegen musste Anke Huber konstatieren: "Ich bin nie so richtig ins Spiel gekommen. Es hat nichts richtig gestimmt."

Zuvor landete Jana Kandarr vom siebten Himmel zurück auf dem Boden der Tatsachen. Zwei Tage nach dem Triumph über Mauresmo verlor die Weltranglisten-56. 2:6, 4:6 gegen die Italienerin Rita Grande und verpasste den erstmaligen Einzug in die dritte Runde. "Ich war immer einen Schritt zu langsam, und sie hat die engen Spiele gewonnen. Außerdem hat sie mir wenige Punkte geschenkt", sagte Jana Kandarr. "Vielleicht hätte ich geduldiger spielen sollen." Auch Andrea Glass musste sich verabschieden. Gegen die Tschechin Daja Bedanova verlor die Darmstädterin 6:4, 5:7, 0:6. Von den acht gestarteten deutsche Damen hatte nur noch Barbara Rittner gegen die Ungarin Zsofia Gubasci die Chance auf das Weiterkommen.

Anke Huber erlebte auf dem Court Central ein Fiasko gegen Virginie Razzano. Nachdem die Deutsche das zwölf Minuten lange erste Spiel verloren hatte, lief nur wenig zusammen. 18 Minuten dauerte der restliche erste Satz, den die Weltranglisten-17. mit einem misslungenen Volley beendete. Im zweiten Durchgang fing sich die Halbfinalistin von 1993, schaffte sofort ein Break und behauptete es. "Da war ich mir ziemlich sicher, dass ich noch gewinne. Aber sie hat gut dagegen gehalten", sagte Anke Huber.

Jana Kandarr fand zwei Tage nach dem größten Sieg ihrer Tennis- Laufbahn nie zu jener Form, die sie in der Partie gegen Mauresmo gezeigt hatte. "Ich habe schlecht aufgeschlagen, das macht mich immer unruhig", bekannte die 24-Jährige.

Bei den Herren kamen Titelverteidiger Gustavo Kuerten, Mitfavorit Juan Carlos Ferrero und Olympiasieger Jewgeni Kafelnikow ungefährdet unter die letzten 32. Das deutsche Trio Thomas Haas, Jens Knippschild und Lars Burgsmüller tritt heute an.

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