Sport : Freude auf Zeit

Claus Vetter

sagt, warum die Pause in der NHL dem Eishockey schadet Der europäische Eishockey-Fan kann sich freuen. Die National Hockey League (NHL) hat sich verabschiedet. Mindestens bis Saisonende werden nun fast 400 ausgesperrte NHL-Spieler in der alten Welt bleiben. Es wird die Anhänger begeistern, wenn etwa Washingtons Startorwart Olaf Kölzig mit seinen Paraden den Berliner Eisbären zum deutschen Meistertitel verhilft oder der Tscheche Jaromir Jagr von den New York Rangers in Russland mit Omsk zum Titel stürmt.

Aber es ist nur eine Freude auf Zeit. Europas Eishockey braucht die NHL, denn keine europäische Liga wird soviel Aufmerksamkeit bekommen, wie sie die NHL mit ihren 30 Klubs und ihren riesigen Arenen mit den vielen Zuschauern bekommen hat. Wayne Gretzky wäre als Spieler der Iserlohn Roosters sicher nie so bekannt geworden, wie es der Kanadier bei den Los Angeles Kings geworden ist. Gretzky ist mit einer Schauspielerin verheiratet. Und Hollywood-Star Goldie Hawn zittert nun um die Zukunft ihres 18-jährigen Sohnes Wyatt Russell, wegen dessen Eishockeykarriere sie mit Partner Kurt Russell nach Vancouver umgezogen ist – auch das ist die NHL. Eine Traumfabrik. Sportlich ist sie das sowieso. Die Liga für die besten Spieler der Welt. Das Ziel fast eines jeden jungen Eishockey-Profis wird sie bleiben. Auch wenn sie zurzeit auf Eis gelegt ist.

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