Sport : Freude für die ehemaligen Berliner

Alba führt im Europaligaspiel beim Tabellenführer FC Barcelona lange und verliert am Ende doch mit 74:81

Benedikt Voigt

Barcelona. Neunzehn Fans von Alba Berlin hatten sich mit dem Flug AB7612 auf den langen Weg nach Barcelona gemacht. Auch Axel Schweizer, der Chef des Hauptsponsors, hatte vier Karten geordert für das Spiel im Palau Blaugrana. Es gab ja auch viel zu erleben im Europaligaspiel beim FC Barcelona. Es galt die ehemaligen Berliner, Trainer Svetislav Pesic und Centerspieler Patrick Femerling, wieder zu sehen. Außerdem konnten sie zum ersten Mal den neuen Aufbauspieler John Celestand im Alba-Trikot beobachten. Nur einen Sieg von Alba Berlin gab es beim Tabellenführer der Gruppe A nicht zu sehen. 74:81 (42:41) verloren die Berliner beim FC Barcelona und kassierten nach drei Siegen in Serie die vierte Niederlage in der Europaliga.

Trainer Emir Mutapcic hatte Aufbauspieler Mithat Demirel in die Anfangsformation gestellt. John Celestand, der erst am Montag als Ersatz für den verletzten DeJuan Collins verpflichtet wurde, blieb zunächst auf der Bank. Nationalspieler Demirel nutzte die Rolle als erster Aufbauspieler in der ersten Halbzeit vorzüglich. 13 Punkte erzielte der kleine Spielmacher vor der Pause (23 insgesamt) und hatte großen Anteil daran, dass Alba in der ersten Halbzeit abgesehen vom ersten Korb der Spanier ständig führte. Jovo Stanojevic (2,07 Meter) und Quadre Lollis (2 Meter) hatten ihre Gegner Roberto Duenas (2,21 Meter) und Gregor Fucka (2,15 Meter) zunächst im Griff. Auch gegen den Star der Katalanen, Dejan Bodiroga, verteidigte Jörg Lütcke in der ersten Halbzeit gut und hielt ihn auf vier Punkte. Allerdings hatte Lütcke in der 23. Minute bereits vier Fouls kassiert.

19:11 hatte Berlin in der 9. Minute bereits geführt, doch am Ende der ersten Halbzeit brachte Rodrigo de la Fuente die Spanier wieder auf einen Punkt an Alba heran. John Celestand war nach fünf Minuten erstmals ins Spiel gekommen, konnte aber keinen seiner vier Wurfversuche im Korb unterbringen. Am Ende des dritten Viertels konnten sich Bodiroga und Fucka immer besser durchsetzen. Einen Rückstand von 13 Punkten konnte Alba im letzten Abschnitt noch einmal auf 62:67 verkürzen. Eine Minute vor dem Ende traf Mithat Demirel einen Dreipunktewurf sogar zum 72:75 – doch zum Sieg reichte es nicht mehr. Quadre Lollis (8 Punkte) und Marko Pesic (8 Punkte) hatten sich nicht in Szene setzten können. Letzterem blieb nur der Trost, dass er nach dem Spiel mit seinem Vater Svetislav in seinen 26. Geburtstag hineinfeiern konnte.

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