Sport : Freudlose Zeiten

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Berlin. Der erste Advent im Jahre 2001 bescherte dem SV Babelsberg 03 noch einmal Glücksgefühle. 3:1 wurde an diesem Tage Schweinfurt 05 besiegt. Es folgte eine freudlose Zeit. Die Mannschaft gewann fortan kein einziges Punktspiel mehr. Deshalb finden sich die Babelsberger nach einem Zweitliga-Abstecher nun in der Fußball-Regionalliga wieder, wo sie heute (19 Uhr, Karl-Liebknecht-Stadion) gegen RW Essen in die Saison starten und am liebsten gleich ihre düstere Serie auslöschen würden.

Nenad Salov, ein relativ unbekannter Trainer, erhielt die Aufgabe, einen noch tieferen Fall der Babelsberger zu verhindern. 1,7 Millionen Euro umfasst der Etat. Auch wenn so mancher Cent von dieser Summe - irgendwie, irgendwo - noch erwirtschaftet werden muss, sagt Präsident Marc Schulten. „Wir haben uns bewusst nur in dem Rahmen bewegt, der für uns machbar ist. Das ist in der Vergangenheit nicht immer so gewesen.“

Seinem Amtsvorgänger Detlef Kaminski wird vom Fußvolk in Babelsberg inzwischen manch frühere Entscheidung, sowohl im personellen als auch im finanziellen Bereich, grundübel genommen. So kam es, dass Kaminski erst kürzlich mit seinem Vorhaben scheiterte, wenigstens noch über den Aufsichtsrat ein bisschen Vereinspolitik betreiben zu können. Fünf Stimmen fehlten ihm, um in das Gremium gewählt zu werden.

In der Mannschaft finden sich bewährte Kräfte wieder: Jens Härtel, Almedin Civa, Martino Gatti, Enrico Röver - und, natürlich, der fast 39–jährige Slawomir Chalaskiewicz. Das Ziel? Trainer Salov sagt: „Erstmal den Abstieg vermeiden.“ Karsten Doneck

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