Freundschaft : Sarkozy lobt China

Der französische Präsident Nicolas Sarkozy hat China eine "Goldmedaille" für die Organisation der Olympischen Spiele verliehen. Frankreich und China verbinde eine "historische, zuverlässige und unerschütterliche Freundschaft", sagte Sarkozy in einem Interview der amtlichen Nachrichtenagentur Xinhua, das am Mittwochabend vom Elysée-Palast in Paris verbreitet wurden.

Das Präsidialamt kündigte gleichzeitig an, dass Sarkozy in der kommenden Woche nicht mit dem Dalai Lama zusammentreffen werde. Seine Frau Carla Bruni-Sarkozy werde jedoch an einer Veranstaltung des Oberhaupts der Tibeter teilnehmen. Der Dalai Lama ist vom 13. bis 23. August zu Besuch in Frankreich. Der chinesische Botschafter Kong Quan hatte Sarkozy davor gewarnt, ihn bei dieser Gelegenheit zu treffen. Sarkozy erklärte daraufhin, er lasse sich nicht von China vorschreiben, wen er treffe. Die Beziehungen zwischen Frankreich und China sind angespannt, seit der olympische Fackellauf durch Paris im April wegen massiver Proteste gegen Chinas Tibet-Politik abgebrochen werden musste.

Französische Parlamentarier riefen unterdessen dazu auf, die Übertragung der Eröffnungsfeier der Spiele im Fernsehen zu boykottieren. China verhöhne die Menschenrechte "mit Zynismus und Arroganz", heißt es in der Mitteilung des Abgeordneten Lionnel Luca aus Sarkozys UMP. Sarkozy reist als französischer Präsident und amtierender EU-Ratsvorsitzender zur Eröffnung der Sommerspiele nach China. (AFP)

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