Früher Auftakt : Warum Olympia zwei Tage vor der Eröffnungsfeier beginnt

Mit der Neuauflage des Finales der Fußball-WM der Frauen zwischen Deutschland und Brasilien hat Olympia am Mittwoch bereits zwei Tage vor der Eröffnungszeremonie begonnen.

Deutschland
Schon angetreten. Das deutsche Team in Shenyang.Foto: dpa

Wie schon bei früheren Sommerspielen wird der erste Vorrunden-Spieltag im Frauen-und Männer-Turnier vorgezogen (die deutschen Männer sind nicht qualifiziert). Hintergrund ist, dass den Top-Mannschaften die notwendigen Erholungspausen eingeräumt werden. Die Finalisten müssten, begänne das Turnier nach der Eröffnungsfeier, sonst sechs Spiele in 16 Tagen bestreiten. Was Handballern und Basketballern selbstverständlich zugemutet wird, bleibt den Fußballern erspart. Allerdings ist der vorgezogene Vorrunden-Spieltag kein Privileg von Sommerspielen: Auch beim olympischen Eishockey-Turnier wird regelmäßig der erste Puck vor Beginn der Winterspiele auf das Eis geworfen.

Zudem sind die Terminnöte der Olympia-Planer noch größer geworden, seit von 1996 an auch die Frauen dabei sind. Nun nehmen in Peking auch noch erstmals zwölf statt acht Frauen-Teams teil. Allerdings bereiten die Fußballer den Olympia-Planern die geringsten Probleme bei der unumstößlichen Programm-Vorgabe des Internationalen Olympischen Komitees (IOC): Alle Wettbewerbe müssen vor dem Erlöschen des Feuers, also am 24. August, beendet sein. Dafür hat das Organisationskomitee BOCOG sogar einen Notfallplan. Allerdings schweigt es sich darüber aus, wie dieser beispielsweise aussehen soll, wenn der Männer-Marathon wegen Smog-Belastung und zu hoher Luftfeuchtigkeit am Schlusstag oder die Reit-Wettbewerbe in Hongkong wegen eines Taifuns um einige Tage verlegt werden müssten.

Alarm herrschte 1988 in Calgary: Da hatte Föhn das Eis in der Bob-und Rodelbahn so eingeschmolzen, dass die Vierbob-Entscheidung am Schlusstag auszufallen drohte. (dpa)

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