Früherer Hertha-Trainer : Gladbach holt Lucien Favre

Wie der Tagesspiegel erfuhr, wird der ehemalige Hertha-Trainer Lucien Favre Nachfolger des entlassenen Michael Frontzeck in Mönchengladbach.

Westwärts: Einst bei Hertha, jetzt in Gladbach - Trainer Lucien Favre.
Westwärts: Einst bei Hertha, jetzt in Gladbach - Trainer Lucien Favre.Foto: Mike Wolff

Der Schweizer Lucien Favre soll nach Informationen des Tagesspiegels neuer Trainer des Tabellenletzten der Fußball-Bundesliga Borussia Mönchengladbach werden. Der ehemalige Trainer von Hertha BSC soll einen langfristigen Vertrag unterzeichnen und die Borussia auch nach dem jetzt absehbaren Abstieg in die Bundesliga zurückführen. Der Verein bestätigte das am Montagmorgen noch nicht, kündigte allerdings eine Pressekonferenz für Montag an. Die Borussia hatte sich am Sonntag, einen Tag nach dem ernüchternden 1:3 im Abstiegsduell beim FC St. Pauli von Trainer Michael Frontzeck getrennt.

Lucien Favre war von Juli 2007 bis September 2009 Trainer von Hertha BSC. Der Schweizer war mit dem FC Zürich zweimal Meister geworden, auch die Bayern waren an ihm interessiert gewesen, holten dann aber doch Ottmar Hitzfeld zurück.

Favre kam nach Berlin und war zunächst äußerst erfolgreich: In der Saison 2008/2009 führte er Hertha auf den vierten Tabellenplatz und wurde zum Trainer des Jahres gewählt. In der folgenden Saison allerdings wurde er nach sechs Niederlagen in Folge und dem 18. Tabellenplatz entlassen.

In der Folge berief Favre eine private Pressekonferenz ein, in der er die Vereinsführung kritisierte. Daraufhin wurde ihm fristlos gekündigt worden: Wegen vereinsschädigendem Verhaltens verweigerte Hertha die Zahlung einer Abfindung in Millionenhöhe. Schließlich einigten sich beide Seiten vor dem DFB-Schiedsgericht in Frankfurt auf ein einvernehmliches Ende des Arbeitsverhältnisses und auf eine Abfindung in Höhe von 450.000 Euro.

Nun ist der Schweizer Fußball-Philosoph - Lieblingswort: "Polyvalenz" - zurück in der Bundesliga. Und offenbar auch für einen Einsatz in der Zweiten Liga zu haben. (Tsp)

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