Sport : Frust bei der Reise in die Vergangenheit

Eintracht Frankfurts Trainer Veh verliert in Stuttgart 1:2 gegen seinen früheren Verein.

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Hohe Flugkunst. Der Stuttgarter Martin Harnik (l.) im Duell mit Sebastian Rode. Foto: dpa
Hohe Flugkunst. Der Stuttgarter Martin Harnik (l.) im Duell mit Sebastian Rode. Foto: dpaFoto: dpa

Stuttgart - Für Armin Veh war es eine besondere Dienstreise. Der Trainer von Eintracht Frankfurt musste gestern nach Stuttgart. Mit dem VfB Stuttgart gewann er 2007 die Deutsche Meisterschaft. In den Tagen vor dem Spiel hatte es deshalb lange Interviews in Stuttgarter Zeitungen gegeben, dort schwelgte Veh in Erinnerungen. „Ich werde den VfB Stuttgart immer in meinem Herzen tragen“, hatte Veh gesagt. Und Veh kam mit einer neu formierten Frankfurter Mannschaft, die seit dem Aufstieg mit erfrischendem Angriffsfußball für Aufsehen sorgt.

Gestern allerdings blieb der Erfolg aus, der siebte Saisonsieg gelang Veh mit seiner Eintracht nicht. Am Ende einer offensiv geführten Partie mit vielen harten Zweikämpfen mussten die Frankfurter mit dem 1:2 (0:1) ihre zweite Saisonniederlage hinnehmen. Lange hatte es nach einem schmeichelhaften Unentschieden für die Eintracht ausgesehen. Erst Vedad Ibisevics spätes Tor bescherte Stuttgart den ersten Heimsieg. Christian Gentner hatte die frühe Führung für die Gastgeber erzielt. Frankfurt kam durch das sechste Saisontor von Alexander Meier zum zwischenzeitlichen 1:1.

Stuttgart verdiente sich die frühe Führung durch ein engagiertes Spiel. Die Flanke von Traore hatte Martin Harnik mit dem Kopf verlängert. Die Frankfurter ließen Gentner am linken Eck des Fünfmeterraumes allein, und der Stuttgarter Mittelfeldspieler hatte keine Mühe, den Ball im Tor unterzubringen.

Die Stuttgarter dominierten die erste Hälfte, wobei die Eintracht nach und nach Spielanteile zurück gewinnen konnte. Beide Mannschaften spielten die offensive Partie mit hohem Tempo, viel Einsatz und packenden Zweikämpfen. Schwachpunkt bei den Frankfurtern war allerdings ihre linke Abwehrseite, über die die meisten Stuttgarter Angriffe liefen. Harnik, Traore und Vedad Ibisevic kamen im Laufe der ersten Hälfte zu Chancen, während die Eintracht mit dem konsequenten Spiel der Stuttgarter nicht zurecht kam. Zudem musste die Eintracht kurzfristig auf ihren Kapitän Pirmin Schwegler verzichten, der wegen einer Oberschenkelverletzung hatten passen müssen.

In der 46. Minute traf Harnik mit einem Schuss von der rechten Seite nur den Pfosten. Die Stuttgarter investierten nun mehr ins Spiel. Frankfurt kam erst in der 57. Minute durch einen Fernschuss von Stefan Aigner zu einer gefährlichen Chance. Sven Ulreich im Stuttgarter Tor konnte den Schuss über die Latte lenken. Die Stuttgarter konnten sich nach eigenen Angriffen schnell zurück ziehen, weil die Frankfurter wenig Tempo in ihren Aktionen hatten.

Aber auch die Stuttgarter ließen nach, was der Eintracht mehr Räume verschaffte. Trotzdem spielten die Frankfurter ihre Konter nicht konsequent genug zu Ende, sondern schlossen sie mit Fernschüssen ab. In der 61. Minute konnte Frankfurts Torwart Kevin Trapp einen Schuss von Serdar Tasci mit einem Reflex abwehren. Der Eintracht gelang durch Alexander Meiers 18-Meter-Schuss der Ausgleich.

Dem VfB gelang dank einer starken Schlussphase noch der Sieg. Ibisevic köpfte sein fünftes Saisontor und verdarb Veh die Rückkehr nach Stuttgart. Den VfB wird der aber trotzdem weiter in seinem Herzen tragen. Oliver Trust

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