Sport : Frust und Überdruss: Bayern spielt nur 1:1 in Gladbach

Stefan Hermanns

Mönchengladbach - Den finalen Wunsch der Bayern-Fans konnte Ottmar Hitzfeld nicht mehr erfüllen. „Wir wollen mehr Amateure“, sangen sie, aber mehr gingen nicht, weil der Trainer der Münchner beim 1:1 (0:1) gegen den Tabellenletzten bereits dreimal gewechselt hatte. Mönchengladbach, erster amtlicher Absteiger, und der künftige Uefa-Cup-Teilnehmer Bayern München haben nicht mehr viel gemein. Nur der Überdruss an den eigenen Spielern eint sie.

Der Frust der Gladbacher Fans im ausverkauften Borussia-Park entlud sich kurz vor der Pause. Als die beiden A-Jugendlichen Marko Marin und Moses Lamidi sich zum Warmmachen begaben, brach in der Nordkurve großer Jubel aus. Zuvor hatte es zum ersten Mal in einem Spiel gegen die Bayern von den Borussenfans Pfiffe gegen die eigene Mannschaft gegeben. Völlig zu Recht. Auch Borussias Trainer Jos Luhukay war „total enttäuscht und sehr frustriert“ von der Darbietung vor der Pause: „Ich hatte den Eindruck, einige haben schon mit Borussia Mönchengladbach abgeschlossen.“

Allein für Christofer Heimeroth galt das nicht: Borussias Torhüter verhinderte einen deutlicheren Rückstand, nur Roy Makaay konnte ihn überwinden und die Bayern mit seinem 15. Saisontor in Führung bringen. Nach der Pause erlebte Hitzfeld die Gladbacher „etwas aggressiver: Sie haben unseren Spielrhythmus zerbrochen“. Peer Kluge, kurz zuvor noch an Michael Rensing gescheitert, erzielte mit einem Schlenzer den Ausgleich, Federico Insua vergab anschließend noch drei gute Chancen zum Sieg. Ein bisschen versöhnt waren die Gladbacher Fans trotzdem.

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