Füchse Berlin : Romero führt die Füchse nach Madrid

Vor dem Spiel in Madrid lockert der spanische Nationalspieler Iker Romero die gute Stimmung bei den Füchsen weiter auf und organisiert den Aufenthalt in seiner Heimat im Alleingang.

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Iker Romero im Trikot der spanischen Nationalmannschaft bei der EM 2012 in Serbien.
Iker Romero im Trikot der spanischen Nationalmannschaft bei der EM 2012 in Serbien.Foto: dpa

Berlin - Im Gleichklang mit den Erfolgen herrscht in der Geschäftsstelle der Füchse Berlin schon seit Monaten lockere Stimmung. „Aber wenn Iker Romero kommt, steigert sich das alles noch mal gewaltig“, beschreibt Stefan Güter seinen Eindruck vom Dienstag, als der Spanier mit seinem nun langsam mehr zum Deutschen hin tendierenden Sprachmix am Gendarmenmarkt auftrat. Für das heutige Champions-League-Spiel bei Atletico Madrid (15.45 Uhr live bei Eurosport) stellte sich Romero als Reiseorganisator zur Verfügung. „Es ist faszinierend, wie freundlich, unkompliziert, bescheiden und sachgerecht sich dieser Handballstar gibt“, sagt Geschäftsstellenleiter Güter. Romero verhandelte für den 60 Personen umfassenden Sponsorentross der Berliner die Hotelkonditionen aus, besorgte Eintrittskarten für das Fußballspiel am Samstagabend im Bernabéu-Stadion zwischen Real und Santander und kümmerte sich um Busse und eine freie Halle für einen freundschaftlichen Kick des Füchse-Anhangs.

„Ja, es ist toll, mit den Füchsen in Spanien zu spielen“, bemerkt Romero selbst nur kurz mit dem ihm eigenen Lächeln. Und auch zu den Chancen beim bereits für das Achtelfinale qualifizierten Ersten der Gruppe B ist ihm nur eine Kurzaussage zu entlocken: „Natürlich wollen wir dort gewinnen, wir können das auch.“ Für die Füchse wäre das ein sensationelles Ergebnis, das ihnen bei ihrem Champions-League-Debüt die Chance auf Rang zwei eröffnen könnte. Unter diesen Vorzeichen ist ein enges Spiel zu erwarten. Wohl wieder so eins, in dem der Mann für die besonderen Aktionen gefordert ist: Iker Romero.

Füchse-Geschäftsführer Bob Hanning sieht durchaus einen Zusammenhang zwischen den Aktivitäten des 31 Jahre alten Nationalspielers im Büro und auf dem Parkett, auch wenn er das eher spaßig meint. „Da Iker ja nur zur Hälfte von unserem Trainer eingesetzt wird, eben für die besonderen Momente, arbeitet er den zweiten Teil für sein Geld mit anderen Aufgaben ab.“ Die besonderen Momente gab es zuletzt beim Bundesligaspiel gegen Magdeburg. Es war Romero, der eine Viertelstunde vor Ende in einer kritischen Situation aufs Feld kam und noch mit fünf Toren den Erfolg sicherte. Als er danach im Vip-Raum auftauchte und nahezu jedem die Hand gab, stieg die gute Stimmung gleich noch weiter an. Hartmut Moheit

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