Sport : Füchse deklassieren Großwallstadt

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Berlin - In großen Lettern zieren die Erfolge der Vergangenheit den Bus des TV Großwallstadt. Europacupsiege, Pokalerfolge und deutsche Meisterschaften – von all dem träumen die Füchse noch. Doch wie sich mittlerweile die Kräfteverhältnisse in der Bundesliga zu ihren Gunsten verschoben haben, haben sie erneut bewiesen. In der mit 9000 Zuschauern ausverkauften Max-Schmeling-Halle gewann das Team von Trainer Dagur Sigurdsson mit 35:19 (15:10) nicht nur extrem hoch, sondern zeigte über weite Strecken auch hochwertigen Handball. Wie zuletzt so manches Mal, weshalb die Mannschaft auch am Pfingstwochenende in Köln im Final Four der Champions League steht.

In dieser Bundesligasaison sind die Füchse der Qualifikation für die Champions League wieder sehr nah. Als Tabellendritter mit drei Punkten vor dem HSV könnten sie sich in den letzten drei Spielen in Balingen, zu Hause gegen Lemgo und schließlich in Melsungen sogar noch eine Niederlage leisten. Die Qualifikation hätten sie dennoch geschafft. „Das ist unsere Kernaufgabe, die wir zu lösen haben“, sagte Füchse-Manager Bob Hanning, für den es gegen Großwallstadt besonders wichtig war, dass „die positive Stimmung aufrechterhalten wurde“. Trainer Sigurdsson lobte vor allem „die Einstellung aller Spieler“. Dennoch verdiente sich einer besonderes Lob: Torhüter Petr Stochl. 23 gehaltene Bälle und damit eine Quote von mehr als 50 Prozent waren die Grundlage für den schnellen Ausbau der Führung. Beim 12:4 in der 19. Minute betrug sie erstmals acht Treffer.

Die Abwehr vor Stochl stand stabil und agierte gegen die Nationalspieler Stefan Kneer, Steffen Weinhold, Oliver Köhrmann und Moritz Schäpsmeier, die von Bundestrainer Martin Heuberger beobachtet wurden, extrem beweglich. Ab der 40. Minute (20:14) gab es auch im Angriff kein Halten mehr. Am Ende waren Ivan Nincevic (5), Markus Richwien, Johannes Sellin und Sven-Sören Christophersen (je 4) die erfolgreichsten Werfer. „Im Prinzip haben wir drei Punkte geholt“, rechnete Hanning vor. Nach dem 38:34 des THW Kiel am frühen Sonntagnachmittag gegen den HSV haben die Füchse sich auch vom Torverhältnis her gegen den schärfsten Rivalen um Rang drei einen deutlichen Vorteil verschafft. Hartmut Moheit

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