Füchse gewinnen in Hüttenberg : Warmwerfen für Flensburg

Nach der zweieinhalbwöchiger Spielpause rund um das Osterfest besiegen die Füchse den TV Hüttenberg locker mit 36:28. Am Samstag geht es im Spitzenspiel gegen den Tabellendritten aus Flensburg um die Champions-League-Plätze.

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Die Szene hatte tiefen symbolischen Charakter. Zwar ist nicht überliefert, was sich Torsten Laen und Timm Schneider da gerade erzählt hatten. Aber es muss in dieser 24. Minute witzig hergegangen sein zwischen dem Kapitän der Füchse Berlin und dem Spieler des TV Hüttenberg. Am Kreis, für gewöhnlich uneingeschränktes Kampfgebiet im Handball, plauschten die beiden so, wie es sonst Nachbarn am Gartenzaun tun – und zwar während das Spiel lief. In Anbetracht der klaren Rollenverteilung nahmen es beide Teams nach zweieinhalbwöchiger Spielpause ohnehin nicht so ernst mit der Abwehrarbeit. Ein weiteres Indiz dafür: Der Pausenstand (21:16) hätte in einem umkämpften Bundesligaspiel zwischen zwei gleichwertigen Mannschaften durchaus als Endstand durchgehen können. Den Berlinern konnte es am Ende egal sein. Sie bleiben nach dem 36:28-Sieg gegen den Aufsteiger aus Hessen weiter auf dem zweiten Tabellenplatz der Bundesliga, der zur direkten Champions-League-Qualifikation berechtigt.

Die positiven Auswirkungen der längsten Pause der Saison waren den Füchsen deutlich anzumerken. Dynamisch und stets auf das Tempo drückend gingen die Berliner die Partie vor 6058 Zuschauern in der Max-Schmeling-Halle an. Allerdings spielte ihnen auch die Taktik der Hüttenberger in die Karten. Ohne großen Aufwand betreiben zu müssen, hebelten die Berliner die offensive 4-2-Deckung der Hessen aus. Vor allem am Kreis und auf den Außenpositionen taten sich große Lücken auf, die Markus Richwien, Colja Löffler und Kapitän Torsten Laen nutzten. Das Trio erzielte neun der ersten 13 Berliner Treffer (13:8/17.).

Aber auch alle anderen Füchse durften mitmachen beim fröhlichen Warmschießen vor dem so wichtigen Spiel beim Tabellendritten SG Flensburg-Handewitt am Sonnabend. Sechs Spieler markierten vier oder mehr Treffer, zehn trugen sich in die Torschützenliste ein. Bester Werfer der Füchse am Mittwochabend war Mark Bult mit sieben Treffern. Keeper Petr Stochl zeigte nach seiner Einwechslung für Silvio Heinevetter ebenfalls eine gute Leistung.

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