Sport : Füchse kommen an

3577 Handball-Fans beim Spiel gegen Flensburg

Hartmut Moheit

Berlin - Alle Mühe hat sich gelohnt, die Füchse Berlin sind bei den Handball-Fans in der ganzen Stadt angekommen. Zum ersten Auftritt des Zweitligisten in der Max-Schmeling-Halle gegen den Champions-League-Teilnehmer SG Flensburg-Handewitt kamen 3577, die sich nicht lange bitten ließen. Sie sorgten für eine Stimmung, die fast schon erstklassig war. In die erste Klasse – da wollen die Füchse hin. Das 23:38 (11:23) gegen das auf allen Positionen mit Stars besetzte Team der Gäste war auf dem Weg dahin kein Rückschlag. „Wir werden hart arbeiten, dieses Ziel zu erreichen“, versprach Füchse-Trainer Jörn-Uwe Lommel. Am Kampfgeist mangelte es seinen Männern nicht. Große Paraden von den Torhütern Carsten Ohle und Jens Vortmann, gute Anspiele und die Treffer von Christian Rose sowie beherzte Würfe von Christian Schücke, Sascha Detlof und Jens Deffke waren Pluspunkte, die Lommel ebenfalls verbuchen konnte.

Dennoch wurden Deckungslücken, technische Fehler und vergebene Chancen von den Gästen ausgenutzt. Das Spiel des DHB-Pokalsiegers und deutschen Vizemeisters war in allen Aktionen ausgereifter. Trainer Kent Harry Anderson schaute nur bis zur 16. Minute, bis zur 12:8-Führung, etwas unzufrieden, dann wurde die Übermacht der SG wie erwartet erdrückend. Lars Christiansen warf allein sieben Tore. Um das zu erkennen, hätte es nicht dieses Spiels bedurft. „Es sollte vor allem Appetit auf mehr machen“, sagte Manager Bob Hanning, dessen „Danke Berlin“ von den Zuschauern bejubelt wurde. Wann gab es für die Füchse schon mal La Ola, die Welle?

So professionell wie dieser Handballabend aufgezogen war, dürfte Hannings Wunsch nicht unerfüllt bleiben, dass der gestrige Abend keine Ausnahme bleiben wird. Ins Horst-Korber-Zentrum, der alten Spielstätte der Füchse, kamen in der vergangenen Saison 600 Zuschauer, auf 1500 hoffen die Füchse ab jetzt. Sie haben bereits viele Freunde in der Stadt gewonnen, auch die Fußballer von Hertha BSC gehören dazu. Trainer Falko Götz und Kapitän Arne Friedrich wünschten gestern Abend alles Gute.

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