Sport : Füchse ohne Chance: 23:31 in Flensburg

Helge Buttkereit

Flensburg - Petr Stochl hatte keine allzu hohen Ansprüche. „Wir wollten mit vier Toren verlieren, am Ende sind es acht geworden, das ist auch okay“, sagte der Torwart von Handball-Bundesligist Füchse Berlin. Deshalb war er nach der Bundesliga-Partie gegen die SG Flensburg-Handewitt ganz zufrieden. Zwar gewann der Tabellenzweite aus Schleswig-Holstein das Spiel wie erwartet mit 31:23 (14:11), Stochl zeigte aber eine hervorragende Leistung – und war der beste Berliner auf dem Feld. „Gegen Spitzenteams läuft es bei mir einfach gut, das brauche ich wohl", sagte der Tscheche. Während Stochl und über weite Strecken auch die Berliner Abwehr für ihre Verhältnisse ein gutes Spiel machten, lief es im Angriff 60 Minuten lang gar nicht rund.

Das Spiel begann dabei wie eine Lehrstunde – die jedoch nur knapp eine Viertelstunde andauerte. Die Füchse schienen mit dem Kopf noch in der Kabine, ihnen passierten viele Fehler, und wenn sie einmal nicht den Ball verloren oder ins Aus passten, stand noch der starke Dan Beutler im Tor des Gegners. Trainer Jörn-Uwe Lommel reagierte, stellte die Abwehr auf eine 5:1-Deckung um und brachte Andrius Stelmokas, Toni Kern und Kjetil Strand. Nun begann die SG damit, Fehler zu machen. Vor allem aber verdankten die Füchse Stochl, dass sie wieder herankamen. 19 Würfe parierte Stochl. Nach 21 gespielten Minuten war so zumindest auf der Anzeigetafel kein Klassenunterschied zu bemerken: Es stand 7:8. Bis zur Halbzeit hielten die Füchse weiter mit und gingen mit einem Rückstand von nur drei Treffern in die Pause.

Vor allem Toni Kern zeigte dabei einige starke Aktionen. „Ich bin gut reingekommen“, sagte er. In der ersten Hälfte präsentierte er sich als starker Ersatz für Christian Caillat, der wegen einer Rippenblessur pausieren musste. In der zweiten Halbzeit hätten die Füchse dann noch einmal richtig angreifen wollen, so Kern. Das klappte nicht. Weder bei ihm noch beim Rest des Teams. Schnell zeigte Flensburg den Füchsen ihre Grenzen auf. Auch der beste Berliner Schütze Michal Kubiztal (fünf Treffer) konnte den letztlich ungefährdeten Sieg der Gastgeber nicht verhindern. Helge Buttkereit

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