Sport : Füchse verpatzen Generalprobe 27:27 gegen Melsungen ein „Punktgewinn“

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Augen auf . Silvio Heinevetter und die Füchse stolpern über Melsungen. Foto: dapd
Augen auf . Silvio Heinevetter und die Füchse stolpern über Melsungen. Foto: dapdFoto: dapd

Berlin - So haben sich die Füchse die Generalprobe vor dem Spiel am Sonntag gegen Kiel nicht vorgestellt. Mit dem fünften Sieg in Folge und verlustpunktfrei wollten sie da dem Meister eigentlich entgegen treten. Doch die MT Melsungen stand den Berlinern dabei im Weg. Die Gäste nahmen beim 27:27 (16:15) einen verdienten Punkt mit auf die Heimreise. Denn sie hatten den Favoriten, den Champions-League-Teilnehmer, an den Rand einer Niederlage gebracht. „Jetzt müssen wir uns etwas einfallen lassen, wir haben zu viele Fehler gemacht und dem Gegner damit leichte Gegenstoßtore ermöglicht“, sagte Füchse-Trainer Dagur Sigurdsson. Berlins Manager Bob Hanning sprach ganz bewusst von einem „Punktgewinn und nicht Punktverlust“.

Der Ausfall der Anzeigetafel zu Beginn der ersten Halbzeit war aus Füchse-Sicht bis zum Pausenpfiff nicht das einzige Manko vor 5364 Fans in der Max-Schmeling-Halle. In der Anfangsphase spielten die Füchse zwar noch solide und führten ständig mit bis zu drei Toren. Doch dann ging kaum noch etwas. Als Jonathan Stenbäcken, der Ex-Berliner, gegen Silvio Heinevetter traf, hieß es zwei Minuten vor der Pause 14:15.

Der Rückstand hatte viele Ursachen. Die Abwehr bekam vor allem den wurfstarken Nenad Vuckovic nicht in den Griff, im Angriff fehlten die Ideen. Von Halbrechts, der Position des Linkshänders, ging einmal mehr kaum Gefahr aus. Konstantin Igropulo wurde nach misslungenen Würfen und einer leichten Verletzung frühzeitig ausgewechselt. Sein Nachfolger Mark Bult agierte kaum glücklicher. So konnte Melsungen seine Abwehr mehr auf die anderen Positionen konzentrieren und sein Programm unaufgeregt abspulen – die Angriffe sehr lange ausspielen und die sichere Torchance suchen. Hinzu kam bei den Füchsen das alte Manko beim Siebenmeterwerfen: Iker Romero, Ivan Nincevic und Mark Bult scheiterten von der Linie. Sven-Sören Christophersen verhinderte letztlich mit zehn Toren die totale Pleite. Den Füchsen gelang zwar immer wieder der Ausgleich, beim 23:22 (49.) sogar noch einmal die Führung, mehr aber auch nicht. „Man hat nur eine Chance, wenn man daran glaubt“, beschrieb MT-Trainer Michael Roth die Einstellung seiner Spieler. Darin waren die Gäste den Füchsen überlegen. Hartmut Moheit

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