Sport : Führung verspielt: Eisbären verlieren 2:3 in Augsburg

Michael Klein

Augsburg - Die Eisbären kehren ohne Punkte von ihrem Ausflug nach Bayern zurück: Zwei Tage nach dem 2:4 in Ingolstadt verloren sie gestern auch in Augsburg mit 2:3 (0:1, 2:0, 0:2) und kassierten ihre dritte Auswärtsniederlage in der Deutschen Eishockey Liga in Folge. Trainer Don Jackson war dementsprechend bedient. Er sagte: „Wir machen momentan eine schwere Phase durch. Wir haben zweimal in zwei Tagen im letzten Drittel eine Führung abgegeben. Da stimmt etwas nicht.“ Mental sei sein Team zurzeit nicht so gefestigt, wie er sich das erhoffe.

Von Beginn an hatte sich das Geschehen fast ausnahmslos im Drittel der Augsburger abgespielt. Umso überraschender fiel der erste Treffer. Derek Whitmore, so etwas wie der Daniel Brière Augsburgs, schließlich bestritt der Zugang der Schwaben auch schon zwei Spiele in der nordamerikanischen Profiliga NHL (Brière hat 921 NHL-Spiele), legte sich in Höchstgeschwindigkeit mit der Rückhand den Puck durch die Beine, ein Manöver, das ob seiner Eleganz sämtliche Spieler auf dem Eis überraschte – außer Rob Brown, der völlig frei stand und zum 1:0 verwandelte. Bei den Berlinern dagegen war die Annäherung ans gegnerische Tor wenig zielführend. Statt den Abschluss zu suchen, kombinierten sie sich rund ums Augsburger Tor die Scheibe so lange zu, bis sich schließlich Menschentrauben um den Torraum gebildet hatten. Aber im zweiten Abschnitt war es dann vorbei mit dem Kuscheln rund ums Panther-Tor im kalten Curt-Frenzel-Stadion. Zunächst glich Brière bei einem Konter per Direktabnahme aus und jubelte daraufhin provozierend in Richtung Augsburger Anhang. Dieser hätte ihn zuvor am liebsten ausgeschlossen gesehen, nachdem Brière Panther-Topscorer MacArthur mit dem Stock im Gesicht getroffen hatte. Die Rache für die Schmähungen fiel noch schlimmer aus, denn das 2:1 durch Julian Talbot in Überzahl bereitete Brière vor.

Doch das Schlussdrittel brachte die nächste überraschende Wende: Augsburg drehte das Spiel durch Tore von Ryan Thang und Sergio Somma in nur drei Minuten. Berlin kam nicht mal mehr zum Kuscheln. Michael Klein

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