Sport : Fünf Tore gegen die Krise

Hannover 96 besiegt Mönchengladbach 5:1

Hannover - Nach drei Spielen ohne Tor haben die Spieler von Hannover 96 am Sonntag bewiesen, dass sie doch noch treffen könne. Durch je zwei Treffer von Szabolcs Huszti und Jan Schlaudraff sowie einen von Mikael Forssell verwandelten Foulelfmeter besiegten die Niedersachsen Borussia Mönchengladbach mit 5:1 (2:0). Vor 41 362 Zuschauern hatte Huszti nach einer knappen halben Stunde die Chance auf einen noch höheren Erfolg vergeben, als er mit einem Strafstoß an Gladbachs Torwart Christofer Heimeroth scheiterte. Rob Friend traf für den Aufsteiger, der bei seiner zweiten Auswärtsniederlage in der Abwehr eine schwache Vorstellung bot.

„Ich habe gemerkt, dass die Mannschaft konzentriert gespielt hat, und bin auch nach dem verschossenen Elfmeter nicht nervös geworden“, sagte Hannovers Trainer Dieter Hecking. Auch der Finne Forssell war erleichtert: „Wir sind froh, dass wir ein Stück weitergekommen sind. Wir wussten, dass wir gut genug sind, um viele Tore zu schießen.“ Die Hannoveraner spielten eine halbe Stunde lang gehemmt, erst als Huszti nach 302 torlosen Saison-Minuten das erlösende 1:0 gelungen war, fingen die Gastgeber an zu kombinieren.

Dafür verantwortlich waren vor allem die beiden ehemaligen Gladbacher Schlaudraff und Forssell, die von der schwachen Borussen-Abwehr kaum zu stoppen waren. Zwei Minuten vor der Halbzeitpause passte Forssell auf Schlaudraff, der Heimeroth mit einem Heber überlistete. Zwei Minuten nach Wiederbeginn beseitigte der von Forssell bediente Huszti mit seinem zweiten Tor alle Zweifel am Sieg, den Schlaudraff nach einem Sololauf durch die halbe Gladbacher Abwehr und Forssell per Elfmeter abrundeten. „Wir haben bis zum Elfmeter gut gespielt, doch dann sind wir aus dem Konzept gekommen“, sagte Gladbachs Torwart Heimeroth.

Die mit derselben Mannschaft wie beim 3:2-Sieg gegen Werder Bremen angetretenen Gladbacher verloren nach gutem Beginn jede Ordnung. Erst ein Ballverlust von Bastian Schulz ermöglichte dem Kanadier Rob Friend acht Minuten nach der Pause das Anschlusstor. dpa

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