Sport : Fünfkämpfer ohne WM-Medaille

Kaohsiung - Erstmals seit 2008 sind Deutschlands Moderne Fünfkämpfer bei einer WM in allen sieben Entscheidungen ohne Medaille geblieben. Auch im letzten Wettbewerb der Weltmeisterschaft auf Taiwan konnten die deutschen Athleten diese Bilanz nicht mehr verbessern. Das Trio Alexander Nobis (Berlin), Stefan Köllner und Fabian Liebig (beide Potsdam) wurde in der Männer-Staffel nur Neunter. Dabei war die deutsche Mannschaft extra vier Tage vor Beginn der WM nach Taiwan gereist. Doch ein Taifun, starke Regenfälle und große Hitze setzten nicht nur den Aktiven zu, sie bereiteten auch den Organisatoren große Probleme.

Mehrfach mussten Wettbewerbe abgebrochen und verschoben werden. Die Frauen hatten sich in der olympischen Einzeldisziplin wie üblich auf das Halbfinale am Mittwoch und den Endkampf am Freitag vorbereitet. Doch dann zog sich der Wettbewerb über vier Tage bis Samstag hin. Olympiasiegerin Lena Schöneborn belegte als Siebte zwar dennoch einen Top-Ten-Platz, auf einen ähnlich großen Erfolg wie in Peking 2008 muss die 27-Jährige allerdings weiterhin warten.

Erneut erwies sich das Reiten mit drei Abwürfen als ihre problematische Disziplin. Hinzu kommt, dass im Fechten die Leistungsdichte größer geworden ist. Das trifft generell auf den Männer-Bereich zu, wo Stefan Köllner im Einzel als bester Deutscher nur Rang 30 belegte. „Wir sind alle enttäuscht“, sagte Schöneborn und fasste die Chaos-Tage von Kaoshing damit treffend zusammen. dpa

0 Kommentare

Neuester Kommentar