Sport : Fünfter Start für Hackl

Mit einem Rekordaufgebot von bis zu 165 Sportlerinnen und Sportlern will das Nationale Olympische Komitee (NOK) für Deutschland bei den Olympischen Winterspielen in Salt Lake City (8. bis 24. Februar) an den Start gehen. 51 Tage vor Eröffnung der XIX. Winterspiele wurden am Mittwoch in München die ersten 34 Aktiven nominiert. Die übrigen deutschen Olympiastarter werden am 25. Januar benannt. Dann wird auch über Härtefälle entschieden. Endgültiger Meldeschluss ist der 28. Januar.

Deutschland will den 1998 in Nagano eroberten Spitzenplatz verteidigen. Vor vier Jahren konnten in Japan zwölf Gold-, neun Silber- und acht Bronzemedaillen bejubelt werden - so viele wie nie zuvor. "Wenn man sich die bisherigen Resultate der Saison anschaut, kann man optimistisch sein, dass wir das Ergebnis von Nagano wieder erreichen", sagte NOK-Präsident Walther Tröger.

Zum Nominierungsauftakt vergab das NOK die Olympia-Tickets in den medaillenträchtigen Sportarten Bob, Rodeln, Eisschnelllauf und Curling. 1998 waren in diesen Disziplinen sechs der zwölf Goldmedaillen gewonnen worden. Vier Sieger von Nagano können sich ab sofort ohne Qualifikationsdruck auf die erhoffte Titelverteidigung vorbereiten: Rodler Georg Hackl (Berchtesgaden), seine Kollegin Silke Kraushaar (Oberhof), Bob-Pilot Christoph Langen (Unterhaching) und Eisschnellläuferin Claudia Pechstein (Berlin). Der 35-jährige Hackl fährt zu seinen fünften Winterspielen. Er gewann 1988 Silber sowie 1992, 1994 und 1998 jeweils Gold.

Neben Gold-Favoritin im Eisschnelllauf, Anni Friesinger (Inzell), gehört auch Susi Erdmann (Königssee) zum Aufgebot. Für die frisch gekürte Weltcup-Siegerin im Bob ist die vierte Nominierung auch eine Premiere. Erstmals geht Susi Erdmann bei Olympia mit ihrem neuen Arbeitsgerät an den Start. 1992 (Bronze), 1994 (Silber) und 1998 (Vierte) war sie noch als Rodlerin aktiv.

Die Kosten für das deutsche Team für Olympia in Salt Lake City belaufen sich nach Auskunft von NOK-Generalsekretär Heiner Henze auf 3,8 Millionen Mark. Wichtiger Tagesordnungspunkt bei der NOK-Sitzung in der Münchner Olympiahalle sei das Thema Sicherheit gewesen, sagte Tröger. "Nach dem momentanen Stand sind die Sicherheitsvorkehrungen auf einem guten Niveau", sagte der NOK-Chef. Allerdings könne das Internationale Olympische Komitee (IOC) nur für die Sportler Sicherheit garantieren, die auch im Olympischen Dorf Quartier bezögen.

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben