Sport : Für die Opfer des Erdbebens

DFB-Elf spielt im Oktober im Iran – Lauth erleidet Mittelfußbruch

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Teheran (dpa). Die deutsche FußballNationalmannschaft wird im Oktober zum ersten Mal überhaupt im Iran spielen. Nach fünf Monaten intensiver Verhandlungen vermeldete der Präsident des iranischen Fußball-Verbands (FFIR), Mohammad Dadkan, das Freundschaftsspiel als perfekt. Laut Horst R. Schmidt, dem Generalsekretär des Deutschen Fußball-Bundes (DFB), der am Wochenende in Teheran weitere Gespräche geführt hatte, sind allerdings „noch einige Punkte offen, die jetzt möglichst schnell geklärt werden sollen“. Unter anderem wollen die Gastgeber am 8. Oktober spielen, der DFB möchte aber den 9. Oktober als Termin.

„Wir haben das Versprechen des DFB, dass Deutschland mit all seinen Stars kommen wird“, sagte Dadkan. Teile des Erlöses aus dem Freundschaftsspiel sollen den Opfern des Erdbebens von Bam im Südosten des Landes zugute kommen. Das Spiel im Asadi Stadion würde mit über 100 000 Zuschauern ausverkauft sein, die Bundesliga ist auch wegen Spielern wie Ali Daei (früher Bayern München und Hertha BSC), Vahid Hashemian (VfL Bochum) und Mehdi Mahdavikia (Hamburger SV) sehr populär.

In Teheran war am Wochenende neben den DFB-Verantwortlichen auch ein Team des ZDF dabei, das die technischen Möglichkeiten einer Live-Übertragung überprüft hat. Im Asadi Stadion wurden 1974 die Asien- Spiele ausgetragen. Auch Bayern München mit Franz Beckenbauer und der Hamburger SV gastierten schon in der riesigen Arena. Die Nationalmannschaft des Iran steht derzeit unter Leitung des Kroaten Branco Ivankovic und belegt in der Fifa-Weltrangliste Platz 17. Der Iran führt derzeit die asiatische WM-Qualifikationsgruppe eins vor Jordanien und Katar an.

Nach der EM-Endrunde wird die deutsche Nationalelf am 18. August in Österreich die neue Saison eröffnen. Es folgen die Partien am 8. September in Berlin gegen Weltmeister Brasilien und dann höchstwahrscheinlich die in Teheran. Am 17. November tritt das Völler-Team in Leipzig gegen Kamerun an. Das Jahr wird mit einer Asien-Reise und Begegnungen in Japan (16. Dezember), Südkorea (19. Dezember) und Thailand (21. Dezember) beendet.

Derweil muss Rudi Völler für die EM-Endrunde in Portugal ohne Stürmer Benjamin Lauth planen. Der 22-Jährige hat sich am Samstag gegen den Hamburger SV ohne Einwirkung eines Gegenspielers den linken Mittelfuß gebrochen. Der Angreifer von 1860 München muss sechs Wochen lang einen Gips tragen.

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