Sport : Für Hertha und TeBe lief es in der Schmeling-Halle nicht nach Wunsch

Mit dem Rekord von 55 Toren nach dem ersten Tag begann am Dienstag in Berlin das letzte der vier Qualifikationsturniere um den DFB-Hallen-Pokal. Die Zuschauerresonanz in der nicht einmal halb vollen Max-Schmeling-Halle war dagegen die mit Abstand schwächste. Offiziell 3600 Fans, inoffiziell waren es wohl nur 2800, wollten die Vorrundenspiele der drei Erst- und fünf Zweitligisten live erleben. "Eine Enttäuschung", fand DFB-Pressesprecher Michael Novak.

Dabei bekamen die Fans des "Budenzaubers" gleich im Auftaktspiel Appetit auf mehr. Elf Tore fielen im Duell der Aufstiegsanwärter Tennis Borussia und 1. FC Nürnberg, das die Berliner mit 7:4 gewannen. TeBe-Spieler Sasa Ciric, der am Dienstag seinen 32. Geburtstag feierte, setzte seinen ehemaligen Kollegen gleich vier Treffer in die Maschen. "Solange wir gewinnen, macht es Spaß", frohlockte der Mazedonier. Die Freude währte nur kurz. In seinem zweiten Gruppenspiel verlor TeBe gegen Greuther Fürth mit 2:8 und vergab damit die Chance auf den vorzeitigen Einzug ins Halbfinale. Dagegen ist in der Gruppe A der 1. FC Nürnberg nach zwei Niederlagen bereits aus dem Rennen.

In der Gruppe B setzte sich Hertha BSC zum Auftakt erwartungsgemäß mit 4:2 gegen den FC St. Pauli durch. Zum Leidwesen des Publikums durfte Herthas brasilianischer Zugang Alex Alves noch nicht mitzaubern. Der 25-jährige Stürmer, der einen Vertrag über viereinhalb Jahre bei den Berlinern unterschrieb, hatte noch keine Freigabe vom brasilianischen Verband. Im zweiten Spiel gingen die Herthaner gegen den VfL Bochum mit 1:7 unter.

Die beiden Endspielteilnehmer des Berliner Turniers, das bei Redaktionsschluss dieser Ausgabe noch nicht beendet war, erreichen das Finale am 15./16. Januar in München. Dafür hatten sich bei den vorangegangenen Qualifikationsturnieren in Oberhausen, Riesa und Stuttgart bereits Bayer Leverkusen, Borussia Mönchengladbach, Energie Cottbus, Hansa Rostock, der 1. FC Kaiserslautern und die Stuttgarter Kickers qualifiziert.

Diese Teams wurden am Dienstagabend den vier gesetzten Mannschaften zugelost. Zu Meister Bayern München gesellen sich beim Finalturnier in der Vorrunden-Gruppe A Energie Cottbus und der Zweitplatzierte des Berliner Turniers. Mit Pokalsieger Werder Bremen müssen sich in der Gruppe B der 1. FC Kaiserslautern und die Stuttgarter Kickers auseinander setzen. Die Gruppe C ist eine reine "Westgruppe". Titelverteidiger Borussia Dortmund trifft auf Bayer Leverkusen und Borussia Mönchengladbach. Ausrichter TSV München 1860 bekommt es in der Gruppe D mit dem Sieger von Berlin und Hansa Rostock zu tun.

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