Sport : Für immer T-Mobile

Mathias Klappenbach über die Zukunft von Jan

Jan Ullrich und Walter Godefroot haben sich in Hamburg getroffen und eine Viertelstunde lang mitein ander geredet. Von Angesicht zu Angesicht, nicht über die Medien. Das wird als Erfolg verkauft. Dabei konnten sie einander nur deshalb ein bisschen „annähern“, weil sie weit auseinander liegen. Und das wird auch so bleiben. Der beste deutsche Radrennstall und der beste deutsche Radfahrer sind nicht mehr und nicht weniger als eine funktionierende Zweckgemeinschaft. Wenn alles gut läuft.

Ullrich und Pevenage betreiben eine eigene kleine Radsportfirma innerhalb des Teams T-Mobile. Sie beide stehen direkt beim Sponsor unter Vertrag, alle anderen Fahrer bei Teamchef Godefroot. Der ist mit Pevenage zerstritten, seine den jüngsten Streit auslösenden Zweifel an der Professionalität Ullrichs richteten sich auch gegen den Belgier. Doch Pevenage und Ullrich müssen bei T-Mobile bleiben, um Lance Armstrong zu besiegen. Ein stärkeres Team und mehr Geld kann Jan Ullrich nirgendwo bekommen. Umgekehrt ist T-Mobile genauso abhängig von dem Sportliebling der Nation. Nur Jan Ullrich garantiert die entsprechende Aufmerksamkeit in den Medien.

Godefroot hat Ullrich und Pevenage angegriffen, weil er sich in der stärkeren Position wähnt. Er könnte sein Team auch ohne Ullrich betreiben. Der Hauptsponsor setzt weiter auf Ullrich. Zumindest bis Andreas Klöden die Tour de France gewinnt.

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