Sport : Für Peking: DOSB erhält 17 Millionen mehr

Frankfurt am Main - Mit einer Finanzhilfe von zusätzlich 17 Millionen Euro sollen die deutschen Athleten für den Kampf um olympische Medaillen bei den Sommerspielen 2008 in Peking unterstützt werden. Das Bundesinnenministerium will seine Zuwendungen im kommenden Jahr von 71 Millionen auf 88 Millionen Euro anheben, wie Michael Vesper, Generaldirektor des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB), ankündigte. „Wir werden für 2008 jede Anstrengung unternehmen, um bei den Olympischen Spielen ein gutes Ergebnis zu erzielen“, erklärte der Chef de Mission.

Der Haushaltsentwurf des BMI muss im Herbst noch vom Bundestag verabschiedet werden. Der DOSB sieht der Entscheidung zuversichtlich entgegen, denn aus dem Kreis der Parlamentarier gebe es positive Zeichen. Vesper unterstrich die Dringlichkeit für den deutschen Sport. „Nach Barcelona 1992 hat es bei Olympischen Spielen einen Abwärtstrend gegeben.“ In Athen 2004 hatte die deutsche Mannschaft in der Nationenwertung Rang fünf belegt. Ein Jahr vor den Sommerspielen in Peking deutet die Leistungskurve weiter abwärts. „Nimmt man die vergangenen Weltmeisterschaften als Grundlage, stehen wir derzeit allenfalls auf Platz acht“, sagte Vesper. Der DOSB hat Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble eine Analyse der Gründe für den Leistungsrückgang vorgelegt, was offenbar zur Aufstockung der Mittel für 2008 führte. Von den in Aussicht gestellten zusätzlichen Geldern sollen rund zwei Millionen Euro in den Anti-Doping-Kampf fließen. dpa

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